DEDE United-KingdomEN ChinaCN RussiaRU FranceFR Spanien ES Arabic  AR

 

AfD - Gefährliche Wortspiele in Wahlkampfzeiten?

Es ist die Zeit der Wahlen und da muss man sich offenbar stetig etwas einfallen lassen um in die Medien zu kommen, dies scheint sich auch AfD-Chefin Frauke Petra gedacht haben und fordert in einem Interview - den Begriff "völkisch", der eng mit der NS-Ideologie verknüpft ist, positiv zu besetzen. Erinnert sei an dieser Stelle von Berliner Tageblatt, dass der Begriff "völkisch" zentraler Bestandteil der NS-Ideologie war. In Hitlers "Mein Kampf" taucht er Dutzendfach auf - auch im Stichwortverzeichnis - und er dient als Basis für die NS-Rassenideologie. Nicht zufällig hieß das NSDAP-Propagandablatt "Völkischer Beobachter".

Die Begriffe "völkisch" und "Volksgemeinschaft" sind jedoch nicht per se problematisch (wie viele andere umstrittene Wörter) – durch die Geschichte sind sie jedoch negativ besetzt. Das durch die AfD an dieser Stelle ebenso wie durch die Medien der so genannt "westlichen Wertgemeinschaft" allerdings das so genannte "Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird" ist bitter, denn durch den "Angstschaden" um Gottes Willen ja nicht rechtsradikal einzustufendes zu kolportieren, "leiden"darunter auch Begriffe wie "Volk" (obwohl im Grundgesetz zu finden) und in der Folge "Nation" (No Borders No Nations ...), welche anders als die juristische "Staatsbürgerschaft", ggf. eine doppelte, Identität und objektiv bestehende/subjektiv empfundene Gruppenzugehörigkeit signalisieren. Die meisten Menschen brauchen für ihre Definition die Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe, ein Heimatgefühl, und da reicht "Europäer", "Weltbürger" als primärer/quasi-alleiniger Bezug oft nicht mehr aus (wer kennt schon ganz Europa oder die ganze Welt mit allen knapp 200 Ländern (selbst ohne die nicht anerkannten de-Facto-Staaten). Wenn man also diesen Faden weiterspinnt, nun dann landet man in einem Dickicht aus purer Angst vor den Mainstream-Medien welche in dreister Weise heute sehr schnell Menschen in die rechte Ecke katapultieren, weil es eben der Auflage oder Zuschauerzahl dient, frei nach dem Motto: "Kohl machen um jeden Preis, ohne Rücksicht auf Verluste...!"
Unterdessen wurde neben erwähnt bekannt, dass die AfD in Niedersachsen an ihrem Vorhaben festhält, das Ergebnis der Kommunalwahlen anzufechten. Dies kündigte der AfD-Landesvorsitzende Paul Hampel und sagte dazu: „Wir hatten teilweise einen Verlust von bis zu hundert Prozent unserer Wahlplakate - dann wird man in der Öffentlichkeit nicht mehr wahrgenommen.“ Die Partei prüfe derzeit noch, in welchen Wahlbereichen die Ergebnisse angefochten werden sollen. In jedem Fall aber werde man dies in Hameln tun, sagte Hampel. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte dort Anfang August (ohne jedwede haltbare Ergebnisse bisher) Vorermittlungen gegen "Personen" aus dem AfD-Kreisverband wegen des angeblichen Verdachts der Fälschung von Wahlunterlagen und Urkundenfälschung einleitet. Daraufhin hatte der Wahlausschuss die AfD in dem betroffenen Wahlbereich ausgeschlossen.  (OB/BTB)