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USA: Medien für Hillary Clinton - Neutralität der Presse?

Ach ja, es ist schon ein klägliches Trauerspiel auf welche Art und Weise die US-Amerikanischen Medien versuchen die US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten ins Weiße Hause zu "hieve ", so hat sich nunmehr in werteträchtiger Manie, knapp sechs Wochen vor der US-Wahl - am 08. November 2016, die "New York Times" (NYT) offiziell hinter die US-Demokratin Hillary Clinton gestellt.

Es ist hierbei schon verwunderlich wie schnell man in der Chefetage der NYT offenbar vergessen hat, wie der Ehemann von Hillary Clinton, Bill Clinton als 42. US-Präsident in die Geschichte einging - welcher sich sexuellen Handlungen im berühmten Oval Office des Weißen Hauses in Washington (USA), mit der Praktikantin Monica Lewinsky hingab. Wer sich an solch einem geschichtsträchtigen Arbeitsplatz, nach Meinung der Bürger in Washington, "...einen blasen lässt und nur knapp einem unrühmlichen Amtsenthebungsverfahren entkommen ist, sollte schlichtweg die Fresse halten", wenn es um das Thema Integrität geht! Daher ist die kolportierte Meinung des Editorial Board (das für Kommentare zuständige Journalisten-Gremium der Zeitung) der "New York Times", Hillary Clinton habe langjährige Erfahrung, Integrität (zweifelhaft mit Blick auf die jüngste E-Mail-Affäre) und vor allem pragmatische Ideen vorzuweisen, nicht nur mit Blick auf eine politisch neutrale Presse, schlichtweg bedenklich. Dies gipfelt denn auch in der fast schon werbeträchtigen Aussage der "New York Times": "unsere Unterstützung für Hillary Clinton wurzelt in Respekt für ihren Intellekt, ihre Erfahrung, Zähigkeit und ihren Mut". Das die Presse der so genannt westlichen Wertegemeinschaft sich in derlei vasallenartig demagogischen Sprüchen, mit Hinblick auf die eigene Integrität - keinen Gefallen tut, versteht sich von selbst. Nach Meinung von BERLINER TAGESZEITUNG wäre es der westlichen Presse durchaus zuträglicher - weniger mit dem erhobenem Stinkefinger auf Andere zu zeigen und dafür mehr vor der eigenen Haustür zu kehren. Einem solch heeren Unterfangen steht allerdings leider zu oft, dass finanzielle Interesse in den Verlagsleitungen - nach dem nächsten Scoop - und die tägliche Hoffnung auf eine verkaufte Auflage entgegen...

Zwischenzeitlich fiebert ganz Amerika dem ersten TV Duell von Donald Trump und Hillary Clinton, aus der  Hofstra University in New York (USA) entgegen, bei welchem eine wahrhaft gigantische Zuschauerquote von fast 100 Millionen Menschen erwartet wird.  (CG/BTB)