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Alexandrov-Chow: Juwelen Russland - für immer verstummt

Es waren die Juwelen Russlands, der sagenumwobene Alexandrov-Chow, Stimmen von Sängern - welche für immer verstummt und verloren sind. Die Passagiermaschine des russischen Verteidigungsministeriums, ein Flugzeug vom Typ Tupolew 154 (TU154) (Kennzeichnung: RA85572) war am Sonntagmorgen kurz nach dem Start in Sotschi verunglückt - an Bord der Tupolew waren 92 Menschen. Das Flugzeug sollte die Sänger des vorgenannt traditionsreichen Alexandrow-Armeechors zu einem Konzert bringen. Auch der Leiter des Ensembles, Generalleutnant Waleri Chilalow, kam ums Leben. Die Maschine war auf dem Weg nach Syrien, wo der Armeechor vor dort stationierten russischen Soldaten ein Neujahrskonzert geben sollte.

Das Alexandrow-Ensemble ist ein mehrfach ausgezeichneter Soldatenchor, der bereits 1928 gegründet wurde. Gründer war Alexander Alexandrow, der 1943 die Nationalhymne der Sowjetunion komponierte.
Unterdessen haben russische Spezialtaucher offenbar im Schwarzen Meer den Rumpf des abgestürzten Flugzeugs entdeckt. Auch haben Taucher weitere Wrackteile der abgestürzten Maschine gefunden, selbige befanden sich in 27 Metern Tiefe, rund eine Seemeile von der Küste entfernt, wie Berliner Tageblatt auf Nachfrage vom russischen Ministerium für Katastrophenschutz erfuhr. Die sogenannte Blackbox mit möglicherweise aufgezeichneten Daten und Tonaufnahmen aus dem Cockpit, wurde bislang noch nicht von den Tauchern gefunden. Mehr als 40 russische Schiffe, Hubschraubern und über 3500 Mann sind an der Suchaktion aktuell beteiligt.
Der französische Sängerin Mireille Mathieu (70), welche seit dem Ende der 60er-Jahre immer wieder mit dem Chor auftrat, sprach von einer „immensen Tragödie“ und zeigte sich „voller Kummer“. Seit über einem Jahrhundert seien diese „wundervollen Stimmen ein Juwel Russlands“, sagte der französische Weltstar.  (V.W.Pozharsky--BTB)