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Angeblicher Dopingskandal in der Leichtathletik

Ein angeblicher Doping- und Korruptionsskandal im Leichtathletik-Weltverband IAAF soll offenbar weit größere Ausmaße haben, als bisher angenommen. Nach bisher nicht belegten Informationen der ARD, sowie der französischen Tageszeitung "Le Monde" sollen angeblich sechs Athleten von der Doping-Vertuschung des Clans um den ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack profitiert haben.

Diese Anschuldigungen sollen offenbar aus Unterlagen der Pariser Staatsanwaltschaft hervor gehen, welche derzeit gegen Diack und weitere Verdächtige ermittelt. Namentlich genannt werden bisher von ARD und "Le Monde" die Marathonläuferin Lilija Schobuchowa, die Geher Waleri Borchin, Olga Kaniskina, Sergej Kirdjapkin, Wladimir Kanaikin sowie Hindernisläuferin Julija Saripowa.
Borchin, Kaniskina, Kirdjapkin und Saripowa sind ihre Olympiasiege von Peking und London inzwischen aberkannt worden, was aber in letzter Instanz noch nicht rechtlich wirksam ist. Die vorgenannten Athleten sollen Teil einer Liste von insgesamt 23 Sportlern sein, welche nach angeblich vorliegenden ARD-Dokumenten im Zusammenhang mit Doping-Vertuschung auftauchen. Gezahlt worden sollen Summen zwischen 300.000 und 700.000 Euro sein, hier als so genannte Schutzgelder an Funktionäre des Leichtathletik-Weltverbands IAAF. Ob dies letztendlich zutrifft, ist aktuell Werder nachgewiesen noch in irgendeiner Form rechtlich durch ARD und Le Monde vor einem ordentlichen Gericht belegt. Bisher handelt es sich um unbewiesene Anschuldigungen von ARD und Le Monde ohne eine gerichtliche Entscheidung, was zumindest weitere Fragen aufwirft.   (L.Sneyder--BTB)