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CETA - am Ende kam ein Ja - Geld?

Es ist vollbracht werden sich zuvor noch viele Handelspakt-CETA-Gegner gedacht haben und fanden sich zu spontanen "Dank-Wallonie-Demos" in Berlin und ganz Europa zusammen. Nun, nur Stunden nach der Absage des EU-Kanada-Gipfels gibt es im innerbelgischen Streit um das Ceta-Abkommen eine Einigung. Die Spitzen der belgischen Regionen und Sprachgruppen verständigten sich nach aktuellen Informationen auf einen gemeinsamen Text und segnen somit zusammen mit den anderen 27 EU-Länder diesen ab.

Inwiefern und ob dabei persönlicher, politischer oder "finanzielle Interessen" eine Rolle gespielt haben, wird sich vielleicht eines Tages in ferner Zukunft herausstellen. Mit diesem JA der belgischen Region Wallonie und der Hauptstadtregion Brüssel, ist somit der Weg für Belgiens Regierungschef Charles Michel für eine Unterzeichnung des Ceta-Abkommens frei. Das in ganz Europa in massiver Kritik stehende Freihandelsabkommen mit Kanada, soll angeblich Zölle und andere Handelshindernisse für 500 Millionen EU-Bürger und 35 Millionen Kanadier beseitigen. Inwiefern hierbei Kleine- und mittelständische Betriebe durch kanadische Billigproduzenten in wirtschaftliche Bedrängnis geraten könnten, muss nun die Zukunft zeigen.
Die Wallonie und andere Regionalvertreter hatten vor ihren Ja - noch ein Veto gegen Ceta eingelegt, weil sie Nachbesserungen forderten. Viele Medienvertreter stellen zum Thema CEAT und TTIP nun resignierend fest: "...wenn die Folgen dessen, was aktuell auf dem Altar dreister Geldgier geopfert wird - so richtig zu spüren sein wird, werden sicher die Verursacher dieser "rechtsstaatlichen Entscheidungsprozesse" nicht mehr leben". Deren Erben werden sich jedoch am Glanz des zusammengerafften Geldes ihrer Vorwahren ergötzen, der "kleine Mann" hingegen wird dies mit Tränen und Schweiß bezahlen...  (L.Barneyev--BTB)