Berliner TageBlatt - Trumps Familienholding wegen Steuerbetrugs verurteilt

Börse
MDAX 1.94% 29419.34
DAX 1.52% 15414.39
Euro STOXX 50 1.16% 4220.58
SDAX 1.8% 13404
Goldpreis 1.31% 1968.5 $
TecDAX 3.43% 3308.2
EUR/USD -0.05% 1.0988 $
Trumps Familienholding wegen Steuerbetrugs verurteilt
Trumps Familienholding wegen Steuerbetrugs verurteilt / Foto: © AFP

Trumps Familienholding wegen Steuerbetrugs verurteilt

Das Geschäftsimperium von Ex-US-Präsident Donald Trump ist wegen Steuerbetrugs und anderer Finanzverbrechen verurteilt worden. Die Trump Organization sei "in allen Anklagepunkten für schuldig befunden" worden, erklärte der zuständige Staatsanwalt von Manhattan, Alvin Bragg, auf Twitter am Dienstag. Die Geschworenen des Gerichts sahen es demnach als erwiesen an, dass der Konzern Zusatzleistungen für Manager nicht angegeben und versteuert hatte.

Textgröße:

Der Trump Organization droht damit eine Geldstrafe von mehr als 1,5 Millionen Dollar. Das genaue Strafmaß soll am 13. Januar verkündet werden. Donald Trump war nicht persönlich angeklagt. "Dies war ein Fall von Gier und Betrug. In Manhattan steht kein Unternehmen über dem Gesetz", erklärte Bragg.

Die Vorwürfe gegen die Trump Organization, der Luxushotels, Golfclubs und Geschäftsimmobilien gehören, beziehen sich auf einen Zeitraum ab dem Jahr 2005. Spitzenmanager sollen geldwerte Vorteile erhalten haben, die aber nicht gegenüber dem Fiskus angegeben wurden.

Der langjährige Finanzchef der Familienholding, Allen Weisselberg, etwa bekam eine Luxuswohnung in Manhattan, zwei Mercedes-Dienstwagen für sich und seine Frau und Schulgeld für Enkelkinder bezahlt. Im Zuge einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft bekannte sich der langjährige Trump-Vertraute schuldig und sagte gegen das Unternehmen aus.

In der aus hunderten Einzelunternehmen bestehenden Trump Organization sind die Immobiliengeschäfte des Ex-Präsidenten gebündelt. Der Prozess richtete sich konkret gegen die zur Trump Organization gehörenden Unternehmen Trump Corporation und die Trump Payroll Corp. Trump hatte das Familienunternehmen in den 70er Jahren von seinem Vater Fred Trump übernommen. Nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2016 gab er die Leitung der Geschäfte an seine Söhne Donald Junior und Eric ab.

Trump hatte zu Prozessbeginn in der von ihm mitgegründeten Online-Plattform Truth Social wie bereits in der Vergangenheit von einer "Hexenjagd" gesprochen.

F.Müller--BTB