Berliner TageBlatt - Intel informiert Dienstag über geplante Investitionen in Europa

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Intel informiert Dienstag über geplante Investitionen in Europa
Intel informiert Dienstag über geplante Investitionen in Europa / Foto: © AFP

Intel informiert Dienstag über geplante Investitionen in Europa

Der US-Halbleiterhersteller Intel will am Dienstag bekanntgeben, wo in Europa er künftig Halbleiter herstellen wird. Angekündigt ist eine Pressekonferenz mit Intel-Chef Pat Gelsinger. Intel will Medienberichten zufolge Chipfabriken in Europa errichten, einen Forschungsstandort sowie Werke für Tests und das Verpacken der Halbleiter. Deutschland gilt als ein Favorit. Medienberichten zufolge ist die Wahl für eine Fabrik bereits auf den Standort Magdeburg gefallen.

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Intel plane Investitionen sowohl in den Ausbau von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten als auch in die Erweiterung von Fertigungskapazitäten, erklärte der Konzern am Montag. Dadurch würden die steigende Nachfrage nach modernen Halbleiterprodukten bedient und eine "robuste, global diversifizierte Lieferkette gestärkt". Deutschlandchefin Christin Eisenschmid hatte dem Newsletter "Euractiv" im Januar gesagt, in Europa sollten Halbleiter in der Größe von zwei Nanometern oder niedriger gebaut werden.

Der MDR hatte vor knapp drei Wochen berichtet, Intel wolle eine Chipfabrik in Magdeburg bauen; die Investitionssumme liege bei 80 bis 90 Milliarden Euro. Es handle sich um die größte Firmenansiedlung in Sachsen-Anhalt seit der Wende. Demnach könnten an dem neuen Standort bis zu 12.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das "Handelsblatt" schrieb am Montag, Magdeburg werde zu einem neuen Zentrum der europäischen Chipindustrie; Intel werde sich dort ansiedeln.

Gelsinger suchte laut "Handelsblatt" ein Jahr lang nach Standorten in der EU und verhandelte dabei mit der EU-Kommission wie mit den nationalen Regierungen über Subventionen in Milliardenhöhe. Halbleiter werden zur Herstellung verschiedenster Produkte benötigt - von Handys über Fernseher bis hin zu Autos. Viele Unternehmen mussten wegen der Lieferengpässe in der Corona-Pandemie ihre Produktion drosseln.

I.Meyer--BTB