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Umfrage: Kitagruppen gehen nur selten in Natur - Hauptgrund ist Personalmangel
Viele Kitagruppen in Deutschland gehen einer Umfrage zufolge nur selten in die Natur. Knapp 40 Prozent tun dies seltener als einmal in der Woche, wie aus einer von der Bildungsgewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) am Dienstag in Düsseldorf veröffentlichten Befragung von Kitaleitungen hervorgeht. Ein Fünftel der Befragten gab an, die Natur mehrmals pro Woche aufzusuchen, ein Viertel täglich.
Um mit den Kindern häufiger ins Grüne zu gehen, bräuchte es aus Sicht von rund 70 Prozent der Kitaleitungen mehr Personal. Ein weiteres Hindernis ist aus Sicht von knapp 47 Prozent der Leitungskräfte fehlende angemessene Kleidung der Kinder sowie niedrigschwelliger Zugang zu Naturräumen (36 Prozent). "Es ist absurd, wenn engagierte Fachkräfte gern mit den Kindern in die Natur gehen würden, aber Personalmangel und fehlender niedrigschwelliger Zugang sie hindern", erklärte der stellvertretende VBE-Bundesvorsitzende Tomi Neckov.
52 Prozent der befragten Kitaleitungen gaben laut VBE an, in den zurückliegenden zwölf Monaten mehr als 20 Prozent der Zeit in sogenannter Personalunterdeckung gearbeitet zu haben, also mit weniger Personal, als die Vorgaben etwa zur Aufsichtspflicht verlangen. 13,3 Prozent der Kitaleitungen gaben sogar an, in über 60 Prozent der Zeit mit zu wenig Personal zu arbeiten.
Gleichzeitig bestätigten 78 Prozent der Kitaleitungen, dass Kinder die Natur den Kitaräumlichkeiten vorziehen. 91,2 Prozent gaben zudem an, dass sie pädagogische Arbeit in der Natur für vorteilhaft für die Motorik der Kinder halten. Auch für die Gesundheit, das Wohlbefinden, das Umweltbewusstsein, die Selbstwahrnehmung, die Kreativität und das Spielverhalten halten zwei Drittel oder mehr der Befragten Naturaufenthalte für förderlich.
An der Umfrage nahmen laut VBE 2659 Kitaleitungen in Deutschland teil. Die Befragung lief von Oktober 2024 bis Januar 2025.
D.Schneider--BTB