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"Katastrophales Jahr" für Schweizer Gletscher: 2026 Eisverlust von gut fünf Prozent
Ein "katastrophales Jahr" für die Gletscher in der Schweiz: Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben die anhaltende Gletscherschmelze in dem Alpenland weiter beschleunigt. Die Schweizer Gletscher verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Damit wurde 2026 der zweitstärkste Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.
Neuer Rekord: Erneuerbare decken 61 Prozent des Stromverbrauchs bis Ende September
Die Bedeutung erneuerbarer Energien in Deutschland steigt: Trotz eines wachsenden Stromverbrauchs - unter anderem für Klimatisierung während der Hitzewellen im Sommer - erreichte der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Stromverbrauch in den ersten drei Quartalen des Jahres knapp 61 Prozent. Das geht aus vorläufigen Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor und ist demnach "ein neuer Rekord".
Energieversorgung weitergedacht
Rheingas bündelt technische Kompetenz und stärkt dezentrale Energielösungen für Privat-, Gewerbe- und Industriekunden
Leo XIV. ruft zu "vorausschauendem" Handeln gegen Klimawandel auf
Kurz vor seinem Staatsbesuch in Frankreich hat Papst Leo XIV. zu "vorausschauendem" Handeln gegen den Klimawandel aufgerufen. "Die Klimafrage nicht nur eine ökologische Herausforderung, sondern auch eine Frage der Gerechtigkeit, der Menschenwürde und der Solidarität", sagte der Papst am Donnerstag im Vatikan.
Letztes Walfangunternehmen Islands kündigt Klage gegen mögliches Verbot an
Das letzte Walfangunternehmen Islands, Hvalur, will gegen die Regierung klagen, sollte der Fang von Finnwalen vor der Insel verboten werden. Hvalur-Chef Kristjan Loftsson sagte der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag, er werde sich "natürlich" an ein Verbot halten. "Aber wir werden die Regierung verklagen - also werden sie es nicht wagen." Denn Havlur werde eine "hohe Entschädigung fordern", ein Verbot werde den Staat also "eine Menge Geld kosten", sagte der 83-Jährige.
Deutschlands größter Offshore-Windpark eingeweiht
64 Windräder, die rechnerisch rund 1,1 Millionen Haushalte mit Strom versorgen können: Mit einer Feier in Hamburg ist am Donnerstag Deutschlands bislang größter Offshore-Windpark eingeweiht worden. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) begrüßte dies bei der Einweihungsfeier als gute Nachricht für den Wirtschaftssandort Deutschland. Erneuerbare seien nicht nur die klimafreundlichste, sondern "auch die günstigste und die sicherste Art, Strom zu erzeugen".
Wissenschaftler: Klimawandel ein Haupttreiber für Sturzflut im Himalaya
Der Klimawandel war nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern ein Haupttreiber für die verheerende Sturzflut im Himalaya mit mehr als 1400 Toten. Die Katastrophe sei jedoch nicht durch ein einzelnes extremes Wetterereignis ausgelöst worden, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Forschungsgruppe World Weather Attribution (WWA). Vielmehr handele es sich um eine Kombination aus langfristiger Erwärmung, dem Rückzug der Gletscher, dem Auftauen des Permafrosts sowie einer Instabilität der Berge.
Bericht: Banken kritisieren Energiepolitik in Brief an Ministerin Reiche
Mehrere Bankinstitute haben einem Medienbericht zufolge die geplanten Energiegesetze der Bundesregierung kritisiert. Das Gelingen der Energiewende hänge neben einer soliden Planung "entscheidend von der breiten Bereitstellung von Finanzierungsmitteln ab“, heißt es laut dem Pro-Newsletter Energie und Klima des Nachrichtenmagazins Politico in einem Brief an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und Bundesnetzagentur-Chef Klaus Müller.
Rostock und Nordwest-Niedersachsen prüfen Meerwasserentsalzung für neue Wasserbedarfe
Häufigere Trockenphasen und neue Industrieprojekte erhöhen das Interesse an Meerwasserentsalzung in Deutschland. Planungen in Rostock und Forschung in Niedersachsen befassen sich dabei auch mit Energiebedarf und ökologischen Folgen.
Waldbrände in Tolima werfen Fragen zu Landnutzung und Rohstoffinteressen auf
In Kolumbiens Departamento Tolima haben Brände große Wald- und Landwirtschaftsflächen zerstört. Auswertungen zeigen Überschneidungen mit Bergbaugebieten, belegen aber keine Verantwortung bestimmter Unternehmen oder politischer Gruppen.
Wanderer im Allgäu fürchtet Bärenattacke: Polizei identifiziert Hirsche
Ein Wanderer hat sich am Samstagabend in den Allgäuer Alpen durch einen Bären verfolgt gewähnt und deshalb den Polizeinotruf gewählt. Beamte in der Einsatzzentrale hätten den Mann beruhigen können, wie die Polizei in Kempten am Sonntag berichtete. Bereits am Telefon sei "das unverkennbare Röhren" von Hirschen in der Brunft zu hören gewesen. Nach etwas gutem Zureden habe der Wanderer dies realisiert und seinen Weg daraufhin fortgesetzt.
Bilger drängt Bahn zur Wiedereinführung der vergünstigten Familienreservierung
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) drängt die Bahn zur Wiedereinführung der vor mehr als einem Jahr abgeschafften vergünstigten Familienreservierung in Fernverkehrszügen. "Wir sind mit der Bahn dazu im Gespräch", sagte Bilger den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagausgaben). Der Wegfall der Familienreservierung habe "zurecht viel Unzufriedenheit" hervorgerufen.
Unicef: Jedes zehnte Schulkind 2025 von klimabedingtem Schulausfall betroffen
Wegen extremer Wetterereignisse wie Stürmen, Hitzewellen, Überschwemmungen oder Waldbränden ist im vergangenen Jahr weltweit jedes zehnte Schulkind von Unterrichtsausfall betroffen gewesen. Laut einer am Donnerstag vom UN-Kinderhilfswerk Unicef veröffentlichten Analyse fiel für 171 Millionen Kinder vom Vorschulalter bis zur Oberstufe die Schule aus. Dabei bestehe für Mädchen ein größeres Risiko, für immer aus dem Bildungssystem herauszufallen.
Heißester August weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen
Der vergangene Monat war nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der heißeste August weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Weltweit lag die Durchschnittstemperatur im August bei 16,96 Grad, wie der EU-Klimadienst Copernicus am Donnerstag mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 2023 noch übertroffen. Auch Westeuropa erlebte demnach seinen wärmsten Sommer aller Zeiten. Zugleich wurden für die Meerestemperaturen beispiellose Höchstwerte gemessen.
Schneider: Klimawandel zeigt zuvor nie erlebte Konsequenzen
Auf die immer dramatischeren Folgen des Klimawandels hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) im Bundestag hingewiesen. "Wir sind in Deutschland mitten im menschengemachten Klimawandel", sagte Schneider am Dienstag in der Haushaltsdebatte des Parlaments. "Das hat konkrete Konsequenzen, wie wir sie bisher noch nicht erlebt haben", verwies er auf Hitzewellen mit hierzulande mehr als 16.000 Toten, Dürre und landwirtschaftliche Produktionsausfälle.
Bundesamt: Nord- und Ostsee in diesem Sommer "deutlich" zu warm
Nord- und Ostsee haben sich in diesem Sommer ungewöhnlich stark aufgeheizt. Wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Montag in Hamburg mitteilte, lagen die Wassertemperaturen der zwei Meere in den Monaten Juni bis August "deutlich" über dem langjährigen Mittelwerten. Insgesamt sei es der fünftwärmste Sommer für die Nordsee und der siebtwärmste für die Ostsee jeweils seit dem Jahr 1997 gewesen.
Schweiz: Fünf Freisprüche im Prozess um Bergsturz mit vier deutschen Todesopfern
Gut neun Jahre nach dem tödlichen Bergsturz von Bondo in den Schweizer Alpen mit vier deutschen Todesopfern sind alle fünf Angeklagten vom Vorwurf der mehrfachen fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. Das Regionalgericht Maloja kam am Freitag zu dem Schluss, dass sich eine schwere Naturkatastrophe in den Wochen vor dem Unglück nicht anhand eindeutiger Hinweise habe vorhersehen lassen.
UNO rechnet mit stärkstem El Niño seit Beginn der Aufzeichnungen vor 40 Jahren
Die UNO rechnet mit dem stärksten El Niño seit Beginn ihrer Aufzeichungen vor 40 Jahren: Das Wetterphänomen werde "buchstäblich die Skalen sprengen, die wir seit vier Jahrzehnten verwenden", sagte am Donnerstag die Chefin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Celeste Saulo. Seinen Höhepunkt wird der aktuelle El Niño den Vorhersagen zufolge Ende des Jahres erreichen, aber noch bis weit ins kommende Jahr wird er das Risiko für Überschwemmungen, Dürren und extreme Hitze erhöhen.
UN-Klimaexperten erachten Überschreiten der 1,5-Grad-Grenze als unumgänglich
Experten der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass eine Erderwärmung von mehr als 1,5 Grad zumindest vorübergehend unumgänglich ist. In einem Bericht des Umweltprogramms Unep hieß es am Mittwoch erstmals unmissverständlich, dass die markante Grenze überschritten werde. Die Herausforderung habe sich von der "Vermeidung eines Überschreitens zu dessen Bewältigung verlagert".
Klage zu europäischen Klimazielen für 2030 scheitert vor EU-Gericht
Eine Klimaklage von zwei Umweltorganisationen ist vor dem Gericht der Europäischen Union gescheitert. Es wies die Klage am Mittwoch in Luxemburg ab und gab damit der EU-Kommission Recht. Die beiden Organisationen Climate Action Network Europe (CAN) und Global Legal Action Network (Glan) wollten erreichen, dass die EU ihre Klimaziele für 2030 verschärft. (Az. T-120/24)
Steinmeier trifft deutschsprachige Staatsoberhäupter in Österreich
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird ab Dienstag zu einem zweitägigen Besuch in Österreich erwartet. Dort nimmt er gemeinsam mit Amtskollegen aus Belgien, Liechtenstein, Luxemburg und der Schweiz an einem Treffen der deutschsprachigen Staatsoberhäupter teil. Gastgeber ist der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen.
Nepals Sturzflut zeigt wachsende Gefahren auch für die Alpen
Nach der verheerenden Sturzflut in Nepal warnt die ETH-Glaziologin Mylène Jacquemart vor zunehmenden Murgang- und Hochwasserrisiken in der Schweiz. Das Land ist jedoch besser überwacht und verfügt über mehr Schutzmittel.
Fachstelle Wolf empfiehlt in Sachsen verstärkten Schutz von Weidetieren
Die Zahl der Wolfsübergriffe auf Weidetiere steigt in Sachsen saisonbedingt an. In drei Vierteln der zuletzt bewerteten Schadensfälle waren die Herden nach Behördenangaben nicht ausreichend geschützt.
RhineCleanUp lädt in Rappenwört zur gemeinsamen Müllsammelaktion ein
Das Team Sauberes Karlsruhe organisiert am 12. September in Rappenwört eine öffentliche Putzaktion im Rahmen des bundesweiten RhineCleanUp.
Anwalt: US-Regierung verhandelt mit Immobilienfirma über Verkauf von Land des Yosemite-Parks
Die US-Regierung ist nach Angaben eines privaten Immobilienentwicklers in Verhandlungen mit dem Unternehmen über den Verkauf eines Stück Landes des Yosemite-Nationalparks im US-Bundesstaat Kalifornien. Der Anwalt des Kaufinteressenten Kingsbarn Realty Capital, Lanny Davis, sagte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag (Ortszeit), dass es bei dem Geschäft um den Bau einer Zugangsstraße zu einem Grundstück außerhalb des Nationalparks gehe. Dafür solle Land anderswo eingetauscht werden. Der Chef des Immobilienentwicklers ist offenbar ein Unterstützer von US-Präsident Donald Trump.
Rund 400 Menschen demonstrieren in Traismauer gegen Tierleid
Nach neuen Aufnahmen aus einem umstrittenen Mastbetrieb zogen rund 400 Menschen durch Traismauer. Der VGT fordert ein konsequenteres Vorgehen der Behörden.
Klimaphänomen El Niño: Auch Panama und El Salvador rufen Dürre-Alarm aus
Wegen der durch das Klimaphänomen El Niño verursachten Trockenheit haben nach Honduras auch Panama und El Salvador Dürre-Alarm ausgerufen. In Panama, wo wegen der Trockenheit bereits eine Einschränkung des Schiffsverkehrs auf dem wirtschaftlich bedeutenden Panamakanal angekündigt wurde, sagte Innenministerin Dinoska Montalvo am Dienstag (Ortszeit), die Behörden müssten auf alles vorbereitet sein, was im Zusammenhang mit El Niño noch "kommen könnte".
TÜV-Verband: E-Autos in Deutschland "auf dem Weg zum Mainstream"
Elektroautos stehen in Deutschland nach Angaben des TÜV-Verbands vor dem Durchbruch im Massenmarkt. Eine breite Mehrheit der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger fordert laut einer neuen Mobilitätstudie des Verbands außerdem einen stärkeren Ausbau von ÖPNV und sicherer Verkehrsinfrastruktur - gerade auch mit Blick auf schwächere Verkehrsteilnehmer. Eine "heiße Kartoffel" bleibt allerdings die Frage, inwiefern auch Einschränkungen für den Autoverkehr wünschenswert sind.
Prinz Harry zieht sich aus afrikanischer Naturschutzorganisation zurück
Nach dem Bekanntwerden von Menschenrechtsverletzungen durch Mitarbeiter zieht sich der britische Prinz Harry aus dem Vorstand der afrikanischen Naturschutzorganisation African Parks zurück. Die Organisation und Harry seien "einvernehmlich zu dem Schluss gekommen, dass nach zehn Jahren der richtige Zeitpunkt für ihn gekommen ist, den Posten im Rahmen einer routinemäßigen Erneuerung der Führung abzugeben", teilte sein Sprecher am Montag mit.
Während Urlaubs von Bewohnerin: Fledermäuse nisten sich in Bayern in Wohnung ein
Ein gekipptes Fenster und den längeren Urlaub der Bewohnerin haben Fledermäuse ausgenutzt, um sich im bayerischen Günzburg in einer Wohnung einzunisten. Die Frau habe bei der Rückkehr von ihrer Reise am Sonntag etwa 30 Fledermäuse in der Wohnung entdeckt, teilte die Polizei in Kempten am Montag mit. Darunter seien auch frisch geborene Fledermäuse gewesen.
Fangverbot für Hering: EU will Ausnahme für Ostsee-Küstenfischer aufheben
Deutsche Küstenfischer sollen nach einem Vorschlag der EU-Kommission im kommenden Jahr keinen Hering in der Ostsee fischen dürfen. Die Bestandsgröße des Herings in der westlichen Ostsee liege "nach wie vor deutlich unter den Mindestwerten", erklärte die Kommission am Montag. Die Behörde schlägt daher vor, 2027 die bisher geltende "Ausnahme für die kleine Küstenfischerei aufzuheben".
Rheinpegel erholen sich von Tiefstständen - Niveau aber weiterhin niedrig
Der Wasserstand des Rheins hat sich etwas von seinen jüngsten Tiefständen erholt - bleibt aber weiter auf niedrigem Niveau. An der viel beachteten Messstelle in Kaub in Rheinland-Pfalz lag er am Sonntag bei 46 Zentimetern, wie aus Pegeldaten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hervorging. Mitte August war er zeitweise auf nur noch sechs Zentimeter gesunken, was Befürchtungen vor einer Unterbrechung von Lieferketten auslöste.