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Demografischer Wandel schlägt zu: Schülerzahl erreicht Höchststand bereits 2029
Der demografische Wandel schlägt in den Schulen einer aktuellen Analyse zufolge früher durch als bislang angenommen. Der Höchststand bei den bundesweiten Schülerzahlen wird schon 2029 erwartet, wie aus neuen Prognosen hervorgeht, die die Kultusminsterkonferenz der Länder (KMK) am Freitag in Berlin veröffentlichte. Das ist drei Jahre eher als laut bisherigen Berechnungen.
Danach wird die bundesweite Schülerzahl zunächst noch mehrere Jahre ansteigen. Der Höchststand werde aber bereits 2029 mit rund 11,54 Millionen erreicht und danach fallen, erklärte die KMK und betonte: "Die Kurve dreht früher". Etwas zeitverzögert werden auch weiterführende Schulstufen und Berufsschulen ihren Schülerhöchststand etwa Mitte der 2030er Jahre erreichen.
Grund seien "insbesondere die seit 2021 deutlich sinkenden Geburtenzahlen", die umfassender als bisher berücksichtigt worden seien. So sei die Geburtenzahl 2025 auf den niedrigsten Stand seit 1946 gefallen.
Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler wird demnach bis zum Jahr 2040 noch stärker zurückgehen als bisher angenommen. Der aktuellen Modellrechnung zufolge soll sie dann bei 10,58 Millionen liegen. Das ist verglichen mit dem Jahr 2025 ein Rückgang um 694.000 oder 6,2 Prozent. Die vorherige, nun überholte KMK-Prognose hatte für 2040 noch mit 677.000 Schülern mehr gerechnet.
Laut Kultusministerkonferenz handelt es sich zudem um pauschalisierte Modellrechnungen. Die demografische Entwicklung werde sich je nach Bundesland und Region voraussichtlich stark unterscheiden - abhängig unter anderem von wirtschaftlichen Entwicklungen und Migrationstrends.
Schon seit längerem ist bekannt, dass vor allem Großstädte und Ballungsräume wachsen, während strukturschwache ländliche Gegenden weiter massiv an Bevölkerung verlieren - vor allem in einigen Teilen Ostdeutschlands.
Laut der Prognose wird die Gesamtschülerzahl in westdeutschen Flächenstaaten im Jahr 2040 nur 3,6 Prozent unter dem Niveau von 2025 liegen, in den ostdeutschen Flächenländer aber um rund 21 Prozent. Die Bildungsministerien der Länder betonten zugleich, dass es sich bei den Zahlen um Modellrechnungen auf der Basis aktuell verfügbarer Trends handelt - und keine abschließenden Zukunftsaussagen. Heute noch nicht absehbare Änderungen etwa bei Geburtenentwicklung, Bildungsverhalten und Migration könnten die Prognosen künftig noch verändern.
O.Bulka--BTB