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14-Jähriger wegen Mordes an Jugendlicher in Braunschweig vor Gericht
Rund sechs Monate nach dem Fund einer toten 15-Jährigen im niedersächsischen Salzgitter hat vor dem Braunschweiger Landgericht der Prozess gegen einen 14-Jährigen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jungen heimtückischen Mord vor. Da er minderjährig ist, findet der gesamte Prozess laut Gerichtsangaben unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Der Anklage zufolge soll der Beschuldigte das 15-jährige Mädchen im vergangenen Juni zusammen mit einem 13-Jährigen heimtückisch getötet haben. Alle drei kannten sich demnach seit einigen Monaten aus der Schule und trafen sich regelmäßig in ihrer Freizeit zu Spaziergängen. Die 15-Jährige habe in dem 14-Jährigen einen vertrauenswürdigen Freund gesehen, den sie gemocht habe.
Am 19. Juni sollen sich die drei Jugendlichen für den Nachmittag zum Kirschenessen auf einem verwilderten Grundstück verabredet haben. Als die 15-Jährige dort eingetroffen sei, soll sich der 13-Jährige in Absprache mit dem 14-Jährigen ihr unbemerkt von hinten genähert und sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben. Anschließend sollen beide Jungen das Mädchen erstickt und ihre Leiche im Gebüsch versteckt haben. Dort wurde sie erst zwei Tage später gefunden.
Das Motiv der beiden Jugendlichen blieb laut früherer Mitteilung der Staatsanwaltschaft zunächst unklar. Der 14-Jährige befindet sich seit Juni in Untersuchungshaft. Sein mutmaßlicher Komplize ist noch strafunmündig. Das Gericht setzte zunächst Verhandlungstage bis zum 22. Februar fest.
J.Horn--BTB