-
Auto-Expertin Keim sieht Chancen für VW - Stellenabbau unvermeidlich
-
Mutmaßlicher Dreifachmord in Bayern: Prozess gegen 38-Jährigen ab Oktober
-
Prozess gegen Meta: US-Tech-Konzern bemüht sich laut Medienbericht um Vergleich
-
FIFA-Machtkampf: Europäische Topligen gegen Infantino
-
Watzke plädiert: "Neuem" BVB "Geduld entgegenbringen"
-
Rias-Bericht: Neuer Höchststand bei antisemitischen Vorfällen in Thüringen
-
Einnahmen aus Erbschaft- und Schenkungsteuer auf neuen Höchstwert gestiegen
-
Neue Freundin von Mann erstochen: Bundesgerichtshof bestätigt Essener Mordurteil
-
Datenanalyse: Teenager in Australien nutzen Onlinedienste fast so stark wie vor Verbot
-
Verbände: Staat könnte fast vier Milliarden Euro durch Zuckersteuer einnehmen
-
"In Zukunft getrennte Wege": Veronica Ferres und Carsten Maschmeyer sind kein Paar mehr
-
Kettenkarussell bleibt stehen: Fahrgäste in Hamburg aus 25 Metern Höhe gerettet
-
14 Säuglinge bei Brand in Entbindungsstation in Pakistan gestorben
-
Lange macht Hoffnung auf WM-Teilnahme von Nyara Sabally
-
Von Trump unterstützte Darline Graham gewinnt Stichwahl um Senatssitz ihres verstorbenen Bruders
-
Ifo: Exporterwartungen deutscher Unternehmen stark gestiegen
-
Polizei in Australien sucht Austernbdiebe - Muscheln im Wert von mehr als 200.00 Euro gestohlen
-
Mit Pochettino-Sohn: Andorras Meister kann Geschichte schreiben
-
Für Sammelkarten: Startelf-Debütanten erhalten "Patch"
-
Vor Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenduell zwischen CDU und AfD
-
Bundeskabinett berät über Klimakrise und deren Folgen
-
BioNxt erreicht wichtigen Meilenstein im klinischen Cladribin-Programm für MS mit Abschluss des IMPD vor Beginn der klinischen Studien am Menschen
-
Französische Astronautin Adenot tauscht bei zweitem ISS-Außeneinsatz Antenne aus
-
US Open: Alcaraz feiert Comeback mit Williams
-
Kurdenführer Abdi verkündet Auflösung der Demokratischen Kräfte Syriens
-
Israel beginnt mit Räumung von UNRWA-Ausbildungszentrum in Ost-Jerusalem
-
Handelsstreit zwischen USA und Kanada geht mit Gegenzöllen aus Ottawa in neue Runde
-
FC Bayern: Eberl und Dreesen verlängern bis 2029
-
US Open: Zverev im Mixed-Wettbewerb ausgeschieden
-
20-Jähriger in Leverkusen erstochen - Täter flüchtig
-
Eurojackpot geknackt: Fast 40 Millionen Euro gehen nach Schleswig-Holstein
-
Trump würdigt Dolly Parton als "eine der größten Countrysängerinnen"
-
USA wollen tausenden Ausländern ihre Visa entziehen
-
Kurdenführer verkündet Auflösung der Demokratischen Kräfte Syriens
-
US-Countrylegende Dolly Parton mit 80 Jahren gestorben
-
Mit Kaufoption: Nkunku kehrt per Leihe nach Leipzig zurück
-
Norwegen will Nutzung von Smart Glasses stärker regulieren
-
Klingbeil: Bundesregierung will Zuckersteuer ausweiten
-
Film "Everytime" als deutscher Beitrag für Oscar-Verlehung nominiert
-
Papstreise nach Frankreich: Hunderttausende melden sich zu Gottesdiensten an
-
US-Medien: CIA-Chef Ratcliffe in geheimer Mission in Moskau
-
Autonomer Fahrdienst Waymo will ab Ende 2027 Robotaxis in München anbieten
-
Spanien will Rückführungen von Migranten aus Ceuta beschleunigen
-
Vuelta: Pogacar siegt nach Solofahrt
-
Kabinett berät über Stärkung der Wirtschaft - Merz sieht "große Potenziale"
-
US-Medien: Chef des Geheimdienstes CIA zu Gesprächen in Moskau
-
Französischer Präsidentschaftskandidat Glucksmann klettert auf Windrad
-
Bangladesch: Zehntausende Rohingya protestieren gegen Bedingungen in Flüchtlingslagern
-
Bekannte mit Stich in Hals getötet: Dreieinhalb Jahre Haft für Mann in Niedersachsen
-
Teilnehmende berichten von guter Atmosphäre bei Kabinettsklausur in Neuhardenberg
Nach Festnahme von RAF-Mitglied Klette: Zweiter Verdächtiger wieder frei
Nach der Festnahme der jahrzehntelang als mutmaßliche RAF-Terroristin gesuchten Daniela Klette in Berlin hat die Polizei einen weiteren in der Hauptstadt gefassten potenziellen Verdächtigen wieder freigelassen. Wie das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch mitteilte, handelt es sich bei dem Mann zweifelsfrei nicht um einen der beiden noch flüchtigen Verdächtigen aus der früheren Kommandoebene der linksextremistischen Rote Armee Fraktion (RAF). Die Polizei fahndet weiter nach den ehemaligen RAF-Mitgliedern Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg.
Klette wurde am Montag in einer Wohnung im Berliner Stadtteil Kreuzberg von Zielfahndern der Polizei festgenommen und kam nach einer Identifizierung durch Fingerabdrücke in Untersuchungshaft. Nach der Ergreifung Klettes nahmen Ermittler aufgrund weiterer nicht näher genannter Hinweise in Berlin außerdem einen weiteren Verdächtigen fest, der in einem ähnlichen Alter wie die gesuchten Staub und Garweg ist.
Die Identität des Manns war zunächst allerdings unbekannt und sollte erst überprüft werden, wie die Ermittler betonten. Nach einer Abklärung durch "umfangreiche polizeiliche Maßnahmen" sei dieser wieder aus dem Gewahrsam entlassen worden, erklärte das LKA in Hannover am Dienstag. Weitere Angaben mache die Polizei "zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte des Manns" nicht.
Klette, Staub und Garweg sollen zu sogenannten dritten Generation der RAF gehört haben und sich unter anderem an einem Bombenanschlag auf einen noch ungenutzten Gefängnisneubau im hessischen Weiterstadt 1993 beteiligt haben.
Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Verden und das niedersächsische LKA ermitteln gegen das Trio allerdings wegen zahlreicher Raubüberfälle auf Geldtransporter und Supermärkte, die diese zwischen 1999 und 2016 aus dem Untergrund heraus begangen haben sollen. Diese dienten laut Ermittlern der Geldbeschaffung und sind daher nicht als politisch motiviert einzustufen.
Auch die von einem Haftrichter verkündeten Haftbefehle gegen Klette beziehen sich auf den Vorwurf der Beteiligung an sechs Raubüberfällen. Die 65-Jährige kam unter scharfer Bewachung von Spezialkräften der Polizei in ein nicht genannte Justizvollzugsanstalt. Für die Ermittlungen wegen terroristischer Taten der RAF ist prinzipiell die Bundesanwaltschaft zuständig. Nach Angaben der Verdener Staatsanwaltschaft vom Dienstag gibt es im Fall der 65-jährigen Klette mit ihr aber eine Absprache über eine "Zuständigkeitskonzentration".
Die RAF sorgte vor allem in den 70er und 80er Jahren mit diversen tödlichen Anschlägen sowie Entführungen für Schrecken in der Bundesrepublik. Sie nahm vor allem hochrangige Wirtschaftsführer sowie Vertreter des Staates ins Visier. Mehr als 30 Morde werden ihr zugerechnet. 1998 erklärte sich die linksextremistische Gruppierung nach Jahren der Inaktivität selbst für aufgelöst. Es gibt keinerlei Hinweise darauf, dass sie noch aktiv ist.
Klette, Staub und Garweg blieben nach der Selbstauflösung der RAF weiter im Untergrund. Vor etwa neun Jahren wurden sie durch DNA-Spuren mit mehreren Raubüberfällen im norddeutschen Raum in Verbindung gebracht. Die Ermittler in Niedersachsen starteten daraufhin intensive Ermittlungen und suchten über Jahre hinweg verdeckt und öffentlich im In- und Ausland nach den Flüchtigen.
Einen entscheidenden Hinweis auf Klettes mutmaßlichen Aufenthalt in Berlin erhielten die niedersächsischen Ermittler nach eigenen Angaben im November, nähere Angaben dazu machten sie nicht. Nach weiteren polizeilichen Maßnahmen suchten Zielfahnder sie am Montag auf. Sie wies sich demnach gegenüber den Beamten mit einem ausländischen Pass aus und gab eine falsche Identität an.
Im weitere Verlauf wurde Klette dann durch Fingerabdrücke identifiziert und bestritt laut Staatsanwaltschaft auch nicht, die Gesuchte zu sein. Weitere Angaben zu den ihr vorgeworfenen Taten oder ihrer Vergangenheit machte sie demnach aber nicht. Laut Ermittlern ist deshalb bislang unter anderem noch unklar, wie lange Klette sich schon in Berlin aufhielt und wo sie vorher war.
Medienberichten zufolge soll sich die 65-Jährige mit einem italienischen Pass ausgewiesen und unter dem falschen Namen Claudia unauffällig in dem Mehrfamilienhaus in Berlin-Kreuzberg gelebt haben. Unter anderem hatte sie demnach seit 2011 auch einen eigenen Account im sozialen Netzwerk Facebook.
G.Schulte--BTB