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Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit in Baugewerbe in mehreren Bundesländern
Mit Durchsuchungen in mehreren Bundesländern ist der Zoll am Dienstag gegen mutmaßliche Schwarzarbeit im Baugewerbe vorgegangen. Mehr als 200 Einsatzkräfte durchsuchten 19 Wohnungen und Geschäftsräume in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen, wie die Staatsanwaltschaft Würzburg und das Hauptzollamt Schweinfurt mitteilten. Im Fokus stehe eine mutmaßliche Tätergruppierung aus Südosteuropa. Insgesamt soll zwischen 2022 und 2025 ein Schaden von rund anderthalb Millionen Euro entstanden sein.
Im Zentrum der Ermittlungen steht den Angaben zufolge ein Fliesenlegerbetrieb aus dem Landkreis Aschaffenburg. Die Beschuldigten sollen "im großen Stil ein illegales System für Schwarzlohnzahlungen" betrieben haben, hieß es. Demnach organisierten sie über Scheinrechnungen und sogenannte Kickbackzahlungen illegale Bargeldflüsse, um Arbeitnehmer ohne oder mit unvollständiger Sozialversicherung zu entlohnen.
Die Ermittler beschlagnahmten am Dienstag zahlreiche Unterlagen und digitale Datenträger. Zudem ordnete das Amtsgericht Würzburg Vermögensarreste von mehr als 844.000 Euro an. Die Ermittlungen laufen unter anderem wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt, Betrugs und Steuerhinterziehung.
L.Dubois--BTB