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Pannen von Sportchef bei Olympia-Eröffnung: Italienische Journalisten streiken
Weil dem Sportchef der öffentlich-rechtlichen italienischen Rundfunkanstalt RAI bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele einige peinliche Fehler unterlaufen sind, wollen Sportjournalisten des Senders in einen Streik treten. Die dreitägige Arbeitsniederlegung solle nach den derzeit in Italien stattfindenden Olympischen Spielen stattfinden, erklärte die Gewerkschaft der RAI-Sportjournalisten am Montag. Zudem wollten die Journalisten ihre Olympia-Beiträge nicht mehr mit ihren Namen versehen. In einer Erklärung war die Rede von der "schlimmsten Demütigung von RAI Sport".
RAI-Sport-Chef Paolo Petrecca waren bei der Kommentierung der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele am Freitag zahlreiche Fehler unterlaufen. So verwechselte er die Italienerin Matilda De Angelis mit der deutlich älteren US-Sängerin Mariah Carey und die Vorsitzende des Internationalen Olympischen Komitees, Kirsty Coventry, mit der Tochter des italienischen Präsidenten. Außerdem bezeichnete er das Mailänder San-Siro-Stadion fälschlicherweise als "Olympiastadion".
Beim Einlauf bei der Nationenparade bezeichnete er die spanischen Athleten als "immer sehr heiß" und sagte über die chinesischen Athleten, dass "natürlich viele von ihnen Handys in der Hand haben".
In der Erklärung der Gewerkschaften der RAI-Sportjournalisten hieß es, die Rundfunkanstalt solle endlich "den Schaden anerkennen, den der Direktor von RAI Sport angerichtet hat". Italienische Medien berichteten, dass Petrecca nicht die Schlussfeier der Olympischen Spiele kommentieren dürfe.
Nominierungen für Spitzenpositionen bei der RAI werden häufig als politisch angesehen. Petrecca wurde in der Vergangenheit vorgeworfen, die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni zu positiv darzustellen. Zuvor war er Leiter von RAI News.
W.Lapointe--BTB