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"O'zapft is" nach zwei Schlägen: Bürgermeister Krause eröffnet erstmals Oktoberfest
Mit dem traditionellen Fassanstich hat am Samstag um 12.00 Uhr das 191. Münchner Oktoberfest begonnen. Erstmals stach dafür Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) das erste Bierfass an - zwei kräftige Schläge genügten ihm dafür. Die erste Maß Bier reichte er nach dem Anzapfen an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU).
Die Anzahl der Schläge, die Krause benötigen würde, war mit Spannung erwartet worden. Sein Vorgänger Dieter Reiter (SPD) hatte mit regelmäßig nur zwei Schlägen beim ersten Fassanstich Maßstäbe gesetzt. Der Grüne machte sich dann mit einem persönlichen Anzapfcoach für seine Premiere fit - mit Erfolg.
Das Bier, das in diesem Jahr bis zu 15,90 Euro pro Maß kostet, spielt noch mehr als Lederhose und Dirndl eine zentrale Rolle auf dem Oktoberfest. Im vergangenen Jahr tranken sechseinhalb Millionen Besucher sechseinhalb Millionen Maß Bier - pro Kopf also rechnerisch einen Liter des besonders starken Festbiers.
Der nun als Oberbürgermeister regierende Krause hatte die Wiesn 2023, als er noch für die Grünen im Stadtrat saß, spöttisch als die "weltweit größte offene Drogenszene" bezeichnet. Mit dem frechen Spruch wollte Krause ein Statement für die Cannabis-Legalisierung setzen - er verärgerte damit allerdings auch die Wirte.
Das Oktoberfest gilt als größtes Volksfest der Welt und dauert bis zum 4. Oktober. Es werden wie in den vergangenen Jahren deutlich mehr als sechs Millionen Menschen in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Bei sonnigem Wetter und angenehmen Temperaturen war das Festgelände auf der Theresienwiese zum Wiesnauftakt gut besucht.
Die Polizei verspricht ein Volksfest, das so sicher ist wie möglich. Wegen der vielen Krisen auf der Welt geht sie zwar auch von einer hohen abstrakten Gefährdungslage aus - konkrete Hinweise auf Gefahren gibt es aber nicht. Erstmals setzt die Stadt KI-unterstützte Kameras ein, um rechtzeitig zu große Menschenansammlungen zu identifizieren und gegebenenfalls frühzeitig das Gelände sperren zu können.
C.Kovalenko--BTB