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Erinnerungsstücke von Brigitte Bardot erzielen bei Auktion fast eine Million Euro
Die Versteigerung von mehr als 250 privaten Gegenständen des verstorbenen französischen Filmstars Brigitte Bardot hat fast eine Million Euro eingebracht - und damit den Schätzwert um ein Vielfaches übertroffen. Die Summe entspreche fast dem Zwanzigfachen des im Vorfeld geschätzten Werts, teilte das Auktionshaus Millon in Paris am Montag mit. Die insgesamt 285 Objekte, darunter Strohhüte, Sonnenbrillen und Nachthemden, stießen auf enorme Begeisterung, wie ein AFP-Journalist berichtete.
Die Schauspielerin und Tierschützerin war im Dezember im Alter von 91 Jahren gestorben. Der Erlös aus der Auktion soll der von ihr gegründeten Tierschutz-Stiftung und ihrem Sohn Nicolas-Jacques Charrier zugute kommen. Für die Auktion hatten sich rund 3000 Bieter aus Frankreich und der ganzen Welt angemeldet.
"Brigitte Bardot hat sich erneut als bemerkenswerte Alchemistin erwiesen", erklärte Alexandre Millon. "Sie verwandelte einen Schätzwert von rund 50.000 Euro in fast eine Million Euro, Gebühren inklusive", führte der Auktionator aus.
Zu den versteigerten Gegenständen gehörten unter anderem zwei Hundehalsbänder, die mit einer Marke mit Bardots Namen und der Telefonnummer ihres Anwesens La Madrague versehen waren. Der Schätzwert für die beiden Halsbänder betrug 30 Euro - versteigert wurden sie jedoch für 9400 Euro an einen russischen Käufer. Ein Selbstporträt des Filmstars erzielte fast 40.000 Euro. Die Schreibmaschine, auf der sie ihre Autobiografie verfasste, wechselte für 4634 Euro den Besitzer.
Bardot wurde durch den Film "Und immer lockt das Weib" bekannt, in dem sie eine Frau spielt, die selbstbewusst ihre Lust auslebt. Dies galt damals als skandalös und faszinierte viele Zuschauer deswegen um so mehr. Bis Anfang der 70er-Jahre spielte Bardot in etwa 50 Filmen mit. Sie gehörte damals zu den meistfotografierten Frauen der Welt.
1973 gab Bardot ihre Schauspielkarriere auf und widmete ihr Leben fortan bedrohten Tieren. Für die Gründung ihrer Tierschutz-Stiftung versteigerte sie Teile ihres Besitzes. Politisch bewegte sich Bardot nach rechtsaußen und wurde mehrfach wegen rassistischer Äußerungen zu Geldstrafen verurteilt.
M.Odermatt--BTB