-
Mutmaßlich rechtsextreme Aktion: Reichskriegsflaggen und Banner in Dortmund
-
Neue Proteste in Frankreich am Samstag: 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz
-
Regierung hält am Ziel der Stromsteuersenkung fest - Merz spricht mit Klingbeil
-
Bundesregierung will klimafreundlichen Umbau deutscher Raffinerien vorantreiben
-
Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen
-
Kurz vor der Wahl: Netanjahu ordnet nach Angriff "Abriegelung" von Westjordanland an
-
Kanzler Merz reist ab Montag nach Asien: Singapur, Japan und Südkorea Stationen
-
Bilder von Kindesmissbrauch: Meghan erschüttert über Vorwürfe gegen ihren Vater
-
Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben
-
Nach Festnahme in Brandenburg: Mutmaßlicher Russland-Spion in Untersuchungshaft
-
Immobilienpreise stagnieren wegen hoher Zinsen - Mieten klettern weiter
-
Sieben Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Sprachzertifikate
-
17-jähriger mutmaßlicher Onlinesadist in Baden-Württemberg angeklagt
-
Mit 19 Messerstichen getötete Frau aus Hessen: Verdächtiger in Polen gefasst
-
Hausreparatur in Eigenleistung: Bundesgerichtshof prüft Haftung nach Verkauf
-
Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen
-
Gewerkschaft droht vor Gespräch mit Volkswagen mit massivem Arbeitskampf
-
Tödlicher Angriff in Baden-Württemberg: 36-Jähriger vorläufig in Psychiatrie
-
Baugewerbe verbucht im August sprunghaften Auftragsanstieg um 23 Prozent
-
Geplanter Überfall in Bochum: Brüsseler Gericht verschiebt Urteil gegen "Ausbrecherkönig"
-
Netanjahu: Israel bereitet nach Angriff "vollständige Abriegelung" von Westjordanland vor
-
Erster komplett KI-generierter Spielfilm kommt in China in die Kinos
-
Verdächtige rote Substanz: Paket mit Früchtetee löst in Kiel Großeinsatz aus
-
Nach Brit Awards und Grammy: Sängerin Raye gewinnt britischen Mercury-Musikpreis
-
"Extremismusklausel" in Länderfinanzausgleich: CSU-Generalsekretär verteidigt Idee
-
FIFA-Machtkampf: Infantino erhält Unterstützung aus Asien
-
Zwei Tore, drei Assists: Draisaitl glänzt gegen den Meister
-
Strecke in Austin "inakzeptabel": Verstappen schlägt Alarm
-
Urteil im Maradona-Prozess am 22. Dezember
-
NBA: OKC auch gegen Jokic makellos - 76ers mit großem Comeback
-
NFL: Patriots unterliegen Bears
-
Zweifel am Formel-1-Finale: "Die Welt kann sich stark ändern"
-
"Mache einfach weiter": Brunner beim Thema DFB-Team gelassen
-
Hofmann betreibt Eigenwerbung: "Mehr kann ich nicht machen"
-
"Genau jetzt richtig": Freiburg will Trendwende gegen Bayern
-
Hoffenheim feiert "TSG-GOAT" Kramaric: "Er tut uns gut"
-
Kutschfahrten im New Yorker Central Park vor dem Aus
-
Geplanter Überfall in Bochum: Gericht verkündet Urteil gegen "Ausbrecherkönig"
-
Wadephul nimmt an Außenministertreffen in Istanbul teil
-
Krise bei VW: Weitere Gespräche mit IG Metall über Vereinbarung aus 2024
-
CSU-Parteitag mit Rede Söders - Besonderes Augenmerk auf Aigner
-
Trump: Ukraine verfügt wieder über Satelliten-Internetdienst Starlink
-
Staatsmedien: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet
-
Tausende fordern in Venezuela Rückkehr von Oppositionspolitikerin Machado
-
Vor Parlamentswahl in Serbien: Zehntausende Anhänger der Opposition in Belgrad
-
Was bleibt nach 30 Jahren Wohnen?
-
Vor Parlamentswahl in Serbien: Zehntausende Anhänger der demonstrieren in Belgrad
-
Vor Gouverneurswahlen: Trump lobt Schmähvideo gegen Demokratin
-
Kanada und Türkei nehmen Gespräche über Freihandelsabkommen auf
-
Xinhua: Mindestens 16 Tote und 32 Verletzte bei Erdbeben in Tibet
Nach Aufstand der Wagner-Söldner verkündet Prigoschin Rückzug seiner Kämpfer
Die Söldnertruppe Wagner hat die russische Führung am Samstag mit einem Marsch auf Moskau herausgefordert - schließlich aber auf halbem Weg kehrtgemacht. Seine Kämpfer kehrten in ihre Feldlager zurück, um ein Blutbad in Russland zu vermeiden, teilte Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin am Abend überraschend mit. Das Ende des Aufstands hatte nach Angaben aus Minsk der belarussische Staatschef Alexander Lukaschenko mit Prigoschin ausgehandelt. Kreml-Chef Wladimir Putin hatte zuvor vor einem "Bürgerkrieg" gewarnt.
Seine Kämpfer kehrten in ihre Feldlager zurück, "wie es der Plan vorsieht", erklärte Prigoschin am Samstagabend in einer von seinem Pressedienst verbreiteten Sprachnachricht. Er wolle kein "russisches Blut vergießen". Das belarussische Präsidialamt erklärte, Lukaschenko habe mit dem russischen Söldnerführer das Ende der Truppenbewegungen sowie "weitere Schritte zur Deeskalation der Spannungen" ausgehandelt.
Lukaschenko hatte demnach in Absprache mit Putin mit dem Wagner-Chef Verhandlungen aufgenommen, die den ganzen Tag dauerten. Die Lösung beinhaltet den Angaben nach auch Sicherheitsgarantien für die Wagner-Kämpfer.
Am Freitagabend war der seit Langem schwelende Machtkampf zwischen Prigoschin und der russischen Militärführung eskaliert. Wagner-Kämpfer marschierten von der Ukraine aus mit dem Ziel nach Russland ein, die Militärführung in Moskau zu stürzen. Am Morgen nahmen sie das wichtige Armee-Hauptquartier in der südrussischen Stadt Rostow ein - und dies "ohne einen einzigen Schuss", erklärte Prigoschin. Das Quartier ist ein wichtiger Standort für die russische Offensive in der Ukraine.
Nach Angaben der Regionalregierung drangen die Söldner später bis in russische Region Lipezk rund 400 Kilometer südlich von Moskau vor.
In Moskau und mehreren russischen Regionen wurden daher die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. "Die Lage ist schwierig", erklärte Hauptstadt-Bürgermeister Sergej Sobjanin und rief die Einwohner auf, ihre Bewegungen so weit wie möglich einzuschränken. Kommenden Montag erklärte er vorsichtshalber zu einem arbeitsfreien Tag.
Putin nannte die aufständischen Wagner-Söldner in einer Fernsehansprache "Verräter", die "unweigerlich bestraft" würden. Der Aufstand sei eine "tödliche Bedrohung" für Russland, warnte der Kreml-Chef. Er rief die Russen zur "Einigkeit" auf und betonte, er werde einen Bürgerkrieg in Russland nicht zulassen.
Rückendeckung bekam der Kreml-Chef von mehreren Verbündeten: Tschetschenen-Führer Ramsan Kadyrow schickte nach eigenen Angaben seine Truppen in die "Spannungsgebiete" in Russland. Belarus verurteilte die bewaffnete Rebellion als "Geschenk an den Westen".
Nach Kreml-Angaben sicherte auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Putin in einem Telefonat seine "volle Unterstützung" zu.
Den Westen warnte Moskau indes davor, aus der Lage in Russland Profit zu schlagen. Alle Versuche der westlichen Länder, ihre "russlandfeindlichen Ziele zu erreichen", wären "nichtig", erklärte das russische Außenministerium.
Die ukrainische Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar sprach mit Blick auf den Aufstand von einer "einmaligen Gelegenheit" für Kiew. Sie informierte zudem über neue ukrainische Offensiven in der östlichen Region Donbass, dort gebe es "Fortschritte in allen Richtungen". Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Walery Saluschny, versicherte, die ukrainische Gegenoffensive laufe "nach Plan".
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in seiner abendlichen Video-Botschaft, der Aufstand zeige, dass die russische Führung "keinerlei Kontrolle" über die Lage habe. Putin habe "offensichtlich große Angst" und verstecke sich wahrscheinlich irgendwo. Auch in Online-Netzwerken kursierten Gerüchte, Putin habe wegen des Aufstands Moskau verlassen. Sein Sprecher versicherte aber, der Präsident arbeite weiter im Kreml.
International wurde die Eskalation in Russland mit Besorgnis aufgenommen. Lettland kündigte an, die Grenzsicherung zu verstärken und Flüchtlinge des Chaos' in Russland nicht einreisen zu lassen. US-Präsident Joe Biden telefonierte mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Rishi Sunak. Dabei bekräftigten sie nach Angaben des Weißen Hauses "ihre standhafte Unterstützung für die Ukraine".
Prigoschin hatte dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Freitagabend vorgeworfen, Raketenangriffe auf seine Truppen angeordnet zu haben. Die Russen rief er auf, sich seinen 25.000 Kämpfern anzuschließen. Die russische Inlandsgeheimdienst FSB leitete daraufhin ein strafrechtliches Verfahren wegen "bewaffneter Meuterei" gegen ihn ein.
Wie Prigoschins Aufstand und seine Rückzugsankündigung fortwirken, war zunächst unklar. In Rostow versammelten sich am Abend vor dem zuvor besetzten Militär-Hauptquartier Dutzende Bürger und sprachen Prigoschin mit "Wagner! Wagner!"-Rufen ihre Unterstützung aus. Die Wagner-Kämpfer begannen dennoch, das Militär-Hauptquartier zu verlassen, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Regionalregierung von Lipezk hob die wegen der Wagner-Rebellion verhängten Einschränkungen auf.
B.Shevchenko--BTB