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US-Klimagesandter: COP28 "letzte" Chance zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad
Der US-Klimagesandte John Kerry hat die UN-Klimakonferenz COP28 als "letzte" Chance bezeichnet, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. "Das ist die letzte COP, bei der wir die Chance haben, die 1,5 Grad zu halten", sagte Kerry am Dienstag wenige Stunden vor dem geplanten Ende des Gipfels in Dubai bei einem Treffen mit Vertretern aus verschiedenen Ländern.
"Viele von uns haben die Welt dazu aufgerufen, weitgehend aus fossilen Brennstoffen auszusteigen", sagte Kerry. Dazu sei eine entscheidende Reduzierung in diesem Jahrzehnt nötig. "Ich denke, die meisten von Ihnen weigern sich, Teil einer Farce zu sein."
Nicht viele Menschen im öffentlichen Leben würden gebeten, Entscheidungen zu treffen, bei denen es um "Leben und Tod" gehe, sagte der frühere US-Präsidentschaftskandidat und spätere US-Außenminister weiter. "Das ist ein Krieg ums Überleben."
COP28-Präsident Sultan Ahmed al-Dschaber hatte zuvor einen Entwurf für ein Abkommen vorgelegt, das kein gemeinsames Bekenntnis zum weltweiten Ausstieg aus allen fossilen Energien mehr enthält. Deutschland und die EU wiesen den neuen Entwurf für den zentralen Beschlusstext zurück, Klima- und Entwicklungsorganisationen reagierten alarmiert.
Das Pariser Abkommen sieht vor, die Erderwärmung höchstens auf zwei Grad, möglichst aber auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Aktuellen UN-Berechnungen zufolge steuert die Welt jedoch auf eine Erwärmung von bis zu 2,8 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu.
J.Bergmann--BTB