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Prozess gegen drei Verantwortliche der Assad-Regierung in Paris begonnen
In Paris hat ein erster Prozess gegen drei hochrangige Vertreter der syrischen Führung wegen mutmaßlicher Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit begonnen. Die drei Angeklagten erschienen nicht zum Prozessbeginn am Dienstag, sie werden mit internationalem Haftbefehl gesucht. Sie stehen im Verdacht, für Folter und Tod zweier Männer mit französischer und syrischer Staatsangehörigkeit in Damaskus mitverantwortlich zu sein.
"Dies ist Teil des Kampfes gegen die Straflosigkeit der Verbrechen des syrischen Regimes", sagte die Anwältin Clémence Bectarte, die mehrere Nebenkläger vertritt. "Die Verbrechen des Regimes werden auch heute noch begangen", erklärte sie. Deswegen dürften die Beziehungen zur syrischen Führung unter Machthaber Baschar al-Assad auf keinen Fall normalisiert werden.
Die beiden Opfer, Mazzen Dabbagh und sein damals 20 Jahre alter Sohn Patrick, waren 2013 vom Geheimdienst der syrischen Luftwaffe festgenommen und mutmaßlich gefoltert worden. Nach Informationen der Menschenrechtsliga wurden beide in ein berüchtigtes Folterzentrum des Geheimdienstes gebracht. Zeugen beschrieben, dass in dem Gefängnis regelmäßig Schläge mit Eisenstangen auf die Fußsohlen, Stromstöße und sexuelle Gewalt als Foltermittel eingesetzt würden.
T.Bondarenko--BTB