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Ex-SPD-Chef Gabriel greift Parteispitze nach Debakel bei Europawahl scharf an
Mit Blick auf das historisch schlechte Abschneiden der SPD bei der Europawahl hat deren früherer Vorsitzender Sigmar Gabriel die Parteispitze der Sozialdemokraten scharf angegriffen. Es sei aber falsch, alles der Regierung in die Schuhe schieben zu wollen, auch wenn deren Politik klar abgestraft worden sei, sagte Gabriel dem "Stern" am Montag.
Ihn mache etwas anderes wütend, sagte der Ex-Parteichef: "Zusehen zu müssen, wie nach einer solch bitteren Niederlage die professionellen Gesundbeter und Ja-Sager schon vorbereiten, wie man spätestens übermorgen wieder zur Tagesordnung übergehen kann", sagte er.
Niemand übernehme Verantwortung, kritisierte er. "Weder für den katastrophalen Wahlkampf noch für die völlig falsche Auswahl der Wahlaussagen und schon gar nicht für die Personalauswahl", fügte Gabriel hinzu. Offenbar dächten alle nur daran, irgendwie auf ihren Sesseln sitzen zu bleiben.
Die SPD hatte bei der Europawahl am Sonntag mit 13,9 Prozent ihr bislang schlechtestes Ergebnis erreicht.
O.Bulka--BTB