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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Britischer Ex-Premier Johnson springt Sunak im Endspurt des Wahlkampfs zur Seite
Im Endspurt seines Wahlkampfs bei der Parlamentswahl in Großbritannien hat der konservative Regierungschef Rishi Sunak Unterstützung von einem prominenten Amtsvorgänger erhalten. Brexit-Befürworter Boris Johnson trat am Dienstagabend überraschend bei einer Versammlung der Tories in London auf und forderte die Partei auf, die prognostizierte Wahlniederlage nicht als "ausgemachte Sache" zu betrachten. "Ich weiß, dass es das nicht ist", betonte der ehemalige Regierungschef, der 2022 nach mehreren Skandalen abgesetzt worden war.
Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Keir Starmer, werde versuchen, "die am stärksten linksgerichtete Labour-Regierung" seit dem Zweiten Weltkrieg auf den Weg zu bringen, sagte Johnson.
Der Labour-Partei war unmittelbar vor Johnsons Intervention in einer Umfrage ein Erdrutschsieg über die Tories prognostiziert worden, der sogar das Ergebnis aus dem Jahr 1997 unter Tony Blair noch übertreffen werde. Demnach könnte die Partei bei der Wahl am Donnerstag 484 der insgesamt 650 Sitze im Londoner Unterhaus erhalten.
Labour lag in den vergangenen zwei Jahren in den Umfragen konstant mit 20 Punkten vor den regierenden Tories. Oppositionsführer Starmer ist das Amt des künftigen Premiers so gut wie sicher.
Johnson, der den Tories bei der letzten Parlamentswahl 2019 eine Mehrheit von 80 Sitzen verschafft hatte, war im Wahlkampf auffällig abwesend. Sein ehemaliger Finanzminister Sunak gehörte zu mehreren Ministern, die aus Protest gegen Johnsons Skandale ihr Amt niedergelegt und diesen zum Rücktritt gezwungen hatten.
O.Lorenz--BTB