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Hamas meldet vier Tote bei israelischem Angriff auf weitere Schule im Gazastreifen
Bei einem neuerlichen israelischen Angriff auf eine Schule im Gazastreifen sind nach Angaben des von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Katastrophenschutzes mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern des Angriffs auf die Schule in der Stadt Gaza sei auch der Hamas-Vizearbeitsminister Ihab al-Ghusain, erklärte die Hamas am Sonntag. Die israelische Armee erklärte, die Schule sei von Hamas-Kämpfern als Versteck und als Werkstatt zum Waffenbau genutzt worden.
Der Betreiber der Schule, das Lateinische Patriarchat in Jerusalem, verurteilte den Angriff und erklärte, dort hätten hunderte Zivilisten Zuflucht vor den seit Monaten andauernden Kämpfen im Gazastreifen gesucht.
Bereits am Samstag waren nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums bei einem israelischen Angriff auf eine vom UN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA betriebene Schule im Gazastreifen 16 Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden. Auch in diesem Fall richtete sich der Angriff nach israelischen Angaben gegen islamistische Kämpfer, die sich zwischen dort untergebrachten Zivilisten versteckt hätten.
Am 7. Oktober hatten islamistische Kämpfer der Hamas und weiterer militanter Palästinensergruppen einen beispiellosen Angriff auf Israel verübt, der den Krieg im Gazastreifen auslöste. Bei dem Überfall waren nach israelischen Angaben 1195 Menschen getötet und 251 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden. Als Reaktion geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei bislang mehr als 38.100 Menschen getötet.
L.Janezki--BTB