-
Reservekraftwerk-Ausschreibung stärkt Marktposition von RWE und LEAG
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatswahl in Michigan
-
Ermittler durchsuchen Vorstandsbüros der National-Bank
-
Merz sichert Ukraine weitere Hilfe zu und kündigt Gipfel an
-
Merz sagt Selenskyj weitere Ukraine-Hilfe und europäischen Gipfel zu
-
Venedig als größte motorisierungsarme Stadt Italiens
-
Trump kündigt Ende des milliardenschweren Israel-Hilfsprogramms an
-
Russischer Angriff auf Dorf in Saporischschja fordert mindestens 33 Tote
-
Trump will jährliche US-Militärhilfe für Israel bis Jahresende beenden
-
Mondelez fordert Moo Free zur Namensänderung auf
-
Polizeigewerkschaft warnt vor Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Hernán Barcos verteidigt Familie gegen Vorwürfe von Ana Paula Consorte
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Tasio offenbart Damián seine Beziehung zu Paula in 'Sueños de libertad'
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Ostdeutsche in Chefetagen der Behörden noch stark unterrepräsentiert
Die Behörden des Bundes werden weiterhin überwiegend von gebürtigen Westdeutschen geleitet, der Anteil der Ostdeutschen ist jedoch zuletzt leicht gestiegen. Das ist ein Ergebnis des am Mittwoch vorgestellten Berichts des Ostbeauftragten der Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD), zum Stand der deutschen Einheit. Demnach waren zum Stichtag 30. Juni dieses Jahres 81,2 Prozent des Führungspersonals der obersten Bundesbehörden gebürtig aus den westdeutschen Bundesländern und 15 Prozent aus den ostdeutschen Ländern inklusive Berlin.
Gegenüber dem Vorjahr ist das nur eine kleine Veränderung - damals waren 81,9 Prozent aller Führungskräfte gebürtig aus Westdeutschland und 14,3 Prozent aus Ostdeutschland inklusive Berlin. Jeweils 3,8 Prozent stammten ursprünglich aus dem Ausland. Nach Abzug der gebürtigen Berlinerinnen und Berliner ergibt sich nur noch ein Ost-Anteil von 7,8 Prozent (2024) und 7,3 Prozent (2023). Zu den obersten Bundesbehörden zählen etwa die Bundesministerien, das Bundeskanzler- und das Bundespräsidialamt.
In den direkt unterstellten so genannten oberen Bundesbehörden - etwa dem Statistischen Bundesamt, dem Umweltbundesamt oder der Bundesagentur für Arbeit - sieht das Bild ähnlich aus. Zur Mitte dieses Jahres kamen dem Bericht zufolge 84,9 Prozent aus dem Westen, aus den ostdeutschen Ländern inklusive Berlin genau zwölf Prozent. Hier verschob sich das Verhältnis im Vergleich zum Vorjahr sogar noch minimal zugunsten Westdeutschlands.
Der Bericht sieht einen Grund für die Unterrepräsentation von Ostdeutschen in Führungspositionen darin, dass der Hauptsitz dieser Behörden größtenteils in Westdeutschland liegt. "Dadurch erfolgten die Personalrekrutierung und Karriereförderung über viele Jahre hinweg überwiegend dort", heißt es in dem Dokument.
Der Ostbeauftragte Schneider stellte den Bericht am Mittwoch zunächst im Bundeskabinett und anschließend in einer Pressekonferenz vor. Er trägt den Titel "Ost und West. Frei, vereint und unvollkommen" und soll unterschiedliche Perspektiven auf Ostdeutschland geben.
Er umfasst ein Vorwort Schneiders sowie Gastbeiträge von 19 Autorinnen und Autoren, darunter dem polnischen Friedensnobelpreisträger und ehemaligen Gewerkschaftsführer und Staatspräsidenten, Lech Walesa. Er habe Autorinnen und Autoren eingeladen, "einen anderen Blick auf Deutschland zu werfen", sagte Schneider bei Vorstellung.
"Noch immer fließen ostdeutsche Perspektiven zu selten in die öffentliche Debatte ein", beklagt der Ostbeauftragte in seinem Vorwort. "Das liegt auch daran, dass zu wenige Ostdeutsche Führungspositionen innehaben." Das betreffe Medien, Wirtschaft und die Rechtsprechung - "überall sind die Chefetagen weit überdurchschnittlich mit Westdeutschen besetzt."
Ostdeutsche machten fast 20 Prozent der deutschen Bevölkerung aus. Nur acht Prozent der führenden Medienmacher und nur vier Prozent der Wirtschaftsbosse seien aber in Ostdeutschland geboren. "So verschenkt unser Land viel wertvolles Potenzial", schreibt Schneider. Die Unterrepräsentation sei auch einer der Gründe, warum sich Ostdeutsche noch immer als Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse fühlten, betonte Schneider bei der Vorstellung des Berichts.
S.Keller--BTB