-
Merz sichert Ukraine weitere Hilfe zu und kündigt Gipfel an
-
Merz sagt Selenskyj weitere Ukraine-Hilfe und europäischen Gipfel zu
-
Venedig als größte motorisierungsarme Stadt Italiens
-
Trump kündigt Ende des milliardenschweren Israel-Hilfsprogramms an
-
Russischer Angriff auf Dorf in Saporischschja fordert mindestens 33 Tote
-
Trump will jährliche US-Militärhilfe für Israel bis Jahresende beenden
-
Mondelez fordert Moo Free zur Namensänderung auf
-
Polizeigewerkschaft warnt vor Folgen einer AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt
-
Digitalisierung des Bundeswehr-Heeres verzögert sich und verteuert sich
-
Hernán Barcos verteidigt Familie gegen Vorwürfe von Ana Paula Consorte
-
Südafrikas Kommunalwahlen stehen im Zeichen kommunaler Versorgungskrisen
-
Polizeieinsätze gegen linke Proteste lösen Debatte über staatliche Härte aus
-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Tasio offenbart Damián seine Beziehung zu Paula in 'Sueños de libertad'
-
Die Pitch-Präsentationen und Keynote-Redner für Blue Magic Netherlands am 17. November stehen fest
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Macron will sich künftig stärker auf EU-Reformen konzentrieren
Der seit einem schlechten Wahlergebnis angeschlagene französische Präsident Emmanuel Macron will sich künftig stärker auf EU-Reformen konzentrieren. "Für mich hat die europäische Ebene oberste Priorität", sagte Macron bei einer Debatte der Denkfabrik Berlin Global Dialogue am Mittwoch. "Hier werde ich mehr Energie investieren als bisher, denn hier können wir Wachstum schaffen", fügte er hinzu.
Macron, der in Frankreich in der Kritik stand, in der nationalen Politik alles allein entscheiden zu wollen, hat nun den konservativen Premierminister Michel Barnier an der Seite, der sich deutlich von ihm abgrenzt. So habe Barnier seine am Dienstag gehaltene Regierungserklärung weitgehend unabhängig vom Elysée erarbeitet, hieß es in Paris.
Macron bekräftigte in Berlin seine Forderung nach einem "Investitionsschock" in der EU, damit diese wettbewerbsfähig bleibe. "Wir müssen sehr viel mehr investieren (...), um strategische Autonomie zu fördern", sagte Macron und verwies dabei auf Verteidigung, Klimawandel, Künstliche Intelligenz und den Gesundheitssektor.
Die Frage, ob dafür eine gemeinsame Schuldenaufnahme nötig sei, beantwortete er ausweichend. "Der beste Weg, etwas umzusetzen, besteht darin, nicht gleich zu Beginn große Erschütterung zu verursachen", sagte Macron. "Das weiß ich aus Erfahrung", fügte er mit Blick auf die deutsch-französischen Meinungsverschiedenheiten bei dem Thema hinzu.
Er erinnerte an den mit der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossenen Wiederaufbaufonds in Höhe von 750 Milliarden Euro während der Corona-Pandemie als Antwort auf den "Schock" für die Wirtschaft. "Wir erleben derzeit einen vergleichbaren Schock für unsere Wirtschaft, dessen Ausmaß unterschätzt wird", sagte Macron mit Blick auf die Konkurrenzsituation mit den USA und China.
Der französische Präsident bekräftigte seine Unterstützung für europäische Strafzölle auf chinesische E-Autos. Die EU-Kommission habe "einen guten Job" gemacht, "obwohl sie unter Druck stand, anders zu handeln", sagte Macron in Anspielung auf die kritische Haltung Deutschlands.
Vertreterinnen und Vertreter der 27 EU-Länder sollen am Freitag über die Vorschläge der EU-Kommission abstimmen, für aus China importierte Elektroautos zusätzliche Zölle in Höhe von bis zu 36,3 Prozent zu verhängen. Deutschland hatte sich aus Furcht vor chinesischen Vergeltungsmaßnahmen für eine Verhandlungslösung eingesetzt.
Mit Blick auf das geplante Handelsabkommen der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten wiederholte Macron seine Forderung nach "fairen" Wettbewerbsbedingungen. "Wir können unsere Industrie und Landwirtschaft nicht Regeln auferlegen und uns gleichzeitig Staaten öffnen, die diese Regeln nicht respektieren", sagte Macron.
Auch hier sind Frankreich und Deutschland nicht einer Meinung: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte mit zehn weiteren EU-Regierungschefs Anfang September in einem offenen Brief einen baldigen Abschluss des Abkommens gefordert.
Scholz und Macron waren am Mittwochmittag zu einem Gespräch über bilaterale und internationale Themen zusammengetroffen. Dabei ging es nach Angaben eines Regierungssprechers in Berlin um die deutsch-französische Zusammenarbeit, die Unterstützung für die Ukraine und der Lage im Nahen Osten. Beide Politiker verurteilten die iranischen Raketenangriffe auf Israel aufs Schärfste. Es war Macrons vierter Deutschlandbesuch in diesem Jahr.
C.Kovalenko--BTB