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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Ost-Beauftragter Schneider beklagt Dominanz städtischer Eliten
Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider (SPD), hat eine Dominanz städtischer Eliten in Deutschland beklagt. "Viele Städter, eher Akademiker und ökologisch bewegt, tragen ihren Lebensstil als Ideal vor sich her", sagte der SPD-Politiker dem "Tagesspiegel" vom Donnerstag. Menschen in Ostdeutschland hätten "bisher diese Bevormundung hingenommen", sagte Schneider. "Seit sie aber durch politische Entscheidungen ihren Lebensstil bedroht sehen, wehren sie sich."
"In Deutschland bestimmen eher städtische Eliten die öffentlichen Debatten", sagte Schneider. "Sie entscheiden, was in Fernsehen, Rundfunk, Online oder in den Zeitungen berichtet wird, und was nicht."
Schneider sprach von einem "tiefen Graben zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung". In Deutschland herrsche Meinungsfreiheit, "aber die Menschen haben das Gefühl, dass ein bestimmtes Meinungsklima die Debatten bestimmt und ihre Meinung nicht vorkommt".
L.Dubois--BTB