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Polen: EU-Länder würden Kiew bei Verringerung von US-Hilfen stützen
Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski hat die Bereitschaft mehrerer EU-Staaten begrüßt, Kiew bei der möglichen Verringerung von US-Hilfen zu stützen. Er nehme "mit Anerkennung die Bereitschaft der größten Länder der Europäischen Union zur Kenntnis, die Last der militärischen und finanziellen Unterstützung für die Ukraine im Zusammenhang mit einer möglichen Reduzierung des US-Engagements zu übernehmen", sagte Sikorski am Dienstag vor Journalisten nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus Deutschland, Frankreich und Italien in Warschau.
Anlässlich von 1000 Tagen Krieg in der Ukraine haben die Außenminister der größten EU-Länder sowie Großbritanniens am Dienstag über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beraten. Bei dem Treffen in Warschau sollte es auch um die Zukunft der transatlantischen Beziehungen nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Wahl und die europäische Verteidigung gehen.
An dem Treffen mit Sikorski in Warschau nahmen neben Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) die Außenminister aus Frankreich und Italien sowie die designierte EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas teil. Die Außenminister Spaniens und Großbritanniens sollten per Video zugeschaltet werden.
Die Entscheidung der US-Regierung, Kiew grünes Licht für den Einsatz weitreichender Waffen gegen Ziele in Russland zu geben, hatte am Wochenende eine Debatte bei den übrigen Verbündeten der Ukraine ausgelöst. Polen begrüßte den Schritt, auch Baerbock warb dafür, der Ukraine eine schlagkräftige Selbstverteidigung zu ermöglichen.
Der Strategie-Wechsel in Washington erfolgte nur zwei Monate, bevor Donald Trump als US-Präsident antritt. Trumps Ankündigung, den Krieg schnell beenden zu wollen, könnte am Ende die Ukraine dazu zwingen, die besetzten Gebiete wie von Russland gefordert abzutreten.
G.Schulte--BTB