-
Medien: FIFA plant Milliardenausschüttung an Verbände
-
Urteil gegen Ex-Bundestagsabgeordneten wegen Kindesmissbrauchs rechtskräftig
-
AfD-Politiker Moosdorf scheitert mit Antrag gegen Bundestagsfraktion in Karlsruhe
-
Fußfessel statt Haftanstalt: Österreichischer Investor Benko darf in Hausarrest
-
Bahnrad-WM: Teamsprinterinnen auf Medaillenkurs - Männer raus
-
"Nicht unterschätzen": Freiburg hofft auf guten Europa-Start
-
Google stellt seine KI-Modelle ausgewählten europäischen Forschern zur Verfügung
-
Trump kündigt "massive" Erkundungen von Öl- und Gasvorkommen auf Grönland an
-
"Keine Warnung": Selenskyj kritisiert westliche Partner nach neuen russischen Angriffen
-
Lungenkrebs: Papst Leo XIV. erholt sich von Operation
-
Unterbrochene Sondierungen in Berlin: Evers bringt CDU-geführte Koalition ins Gespräch
-
Grünen-Chef Banaszak: Interne Diskussionen bei Berliner Linkspartei nicht beendet
-
Baumann hofft auf DFB-Rückkehr: "Fühle mich fit"
-
Nordrhein-Westfalen: Castortransport erreicht Ahaus nach Protestaktion an Brücke
-
Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt: CDU bei drittem Wahlgang in Plenum
-
US-Chipriese Nvidia investiert in Arzttermin-Plattform Doctolib
-
Linken-Vorsitzende Schwerdtner bedauert Sondierungsstopp in Berlin
-
"Großartig": Tripic feiert Olise-Rot
-
NHL: Draisaitl trifft, Stützle verliert
-
MLB: Tampa Bay gleicht aus
-
NHL: Stützle verliert, Grubauer glänzt
-
Kompany kritisiert Spielweise: "Einfach nicht schlau"
-
"Weltklasse": Sonderlob für Matchwinnerin Bühl
-
Ricken wiegelt ab: "Keine Ausreden"
-
US-Zentralbank-Vorständin Cook hat keine Zeit für von Trump einberufene Anhörung
-
Merz gibt im Bundestag Regierungserklärung zum EU-Gipfel ab
-
Prozess gegen Ukrainer wegen Nord-Stream-Sprengung beginnt in Hamburg
-
EU-Gericht urteilt über strengere Regeln für Porno-Seite Stripchat
-
Kabinett befasst sich mit Stärkung von Kinderschutz im Netz
-
Welthungerhilfe: Weltweite Krisen treiben den Hunger weltweit an
-
Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs - Teil von Lungenflügel entfernt
-
Ukrainischer Präsident Selenskyj zu Besuch bei Burnham in London erwartet
-
Trump-Pläne durchkreuzt: US-Richterin stoppt Baumfällungen auf Golfplatz bis 26. Oktober
-
Vatikan: Papst an Lungenkrebs erkrankt - Unterlappen von Lungenflügel entfernt
-
Dreierpack in Mailand: Tresoldi schießt Brügge zum Sieg
-
Dank Kane: Bayern wenden Kunstrasen-Katastrophe ab
-
Nach Bundesliga-Gala: Leipzig gelingt Befreiungsschlag
-
Mord an Tupac Shakur: Bandenchef zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt
-
Attentatspläne gegen Tusk: Sprengsätze bei Verdächtigem gefunden
-
Eurojackpot geknackt: 120 Millionen Euro gehen nach Nordrhein-Westfalen
-
Felipe VI. nennt Exklaven Ceuta und Melilla "unveräußerlichen Teil" Spaniens
-
Vatikan: Lungen-OP von Papst Leo XIV. "erfolgreich" vollzogen
-
Antisemitismusstreit: Grüne und SPD in Berlin unterbrechen Sondierungen mit Linker
-
FC Bayern mit Urbig und sechs Wechseln
-
Dank Bühl und Dallmann: DFB-Frauen schlagen auch Japan
-
Grüne und SPD in Berlin unterbrechen Sondierungen mit Linkspartei
-
Nach Skandal-Berichten: Trump fordert US-Botschafterin in Athen zu Rückzug auf
-
Frankreichs Nationalversammlung verabschiedet Missbrauchsgesetz
-
Deutschland für drei Jahre in UN-Menschenrechtsrat gewählt
-
Lobeshymne auf den Präsidenten: Trump-Sprecherin Zacharia absolviert ersten Auftritt
Rechnungshof fordert Prüfung von Steuersubventionen - Skepsis zu Koalitionsplänen
Durch Steuerbetrug, wirkungslose Subventionen, aber auch einfach aufgrund technischer Probleme im Steuervollzug gehen dem Staat jährlich Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe verloren. Das ist das Ergebnis eines Sonderberichts des Bundesrechnungshofs, der am Dienstag in Bonn vorgestellt wurde. Teil des Berichts ist ein Maßnahmenkatalog, wie dies geändert werden sollte.
"Für einen handlungsfähigen Staat brauchen wir stabile und nachhaltige Staatsfinanzen – auch und gerade im Interesse der kommenden Generationen", erklärte dazu Rechnungshof-Präsident Kay Scheller. "Angesichts des wachsenden Schuldenbergs sind Maßnahmen zur Konsolidierung des Bundeshaushalts aber dringlicher denn je", hob er hervor. "Allein auf konjunkturell bedingte Steuermehreinnahmen zu setzen, halten wir nicht für ausreichend", fügte er mit Blick auf die künftige Bundesregierung hinzu.
Durch die Umsetzung der empfohlenen Reformen könnten milliardenschwere Mehreinnahmen erzielt und künftige Haushalte entlastet werden, betonte Scheller. Zugleich führe dies zu mehr Steuergerechtigkeit. Effizientes Wirtschaften mahnte er mit Blick auf das neue Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz an.
Der Rechnungshof empfiehlt vor allem die kritische Prüfung steuerlicher Subventionen. In diesem Feld allein gebe es ein Einsparpotenzial bei Bund und Ländern von 30 Milliarden Euro jährlich. Genannt werden die Steuervergünstigung für Handwerkerleistungen (2,1 Milliarden Euro) oder die steuerliche Begünstigung von Dieselkraftstoff im Vergleich zu Benzin (sieben Milliarden Euro).
Kritisch verwies Scheller hier auch auf als ökologisch schädlich betrachtete Subventionen, die zudem der Nachhaltigkeitspolitik von Bund und Ländern widersprechen. Neben dem Dieselprivileg gelte dies etwa für Vergünstigungen im Energiebereich. Der Rechnungshofpräsident verwies zudem auf die Koalitionspläne für die Erhöhung der Pendlerpauschale, "die auch immer im Ruf steht, ökologisch schädlich zu sein".
Eine grundlegende Reform verlangt der Rechnungshof beim ermäßigten Mehrwertsteuersatz, dessen finanzielle Wirkung ein Volumen von 35 Milliarden Euro erreicht habe. Es wäre gut, "wenn der ermäßigte Satz von sieben Prozent auf die Grundversorgung ausgerichtet wird", sagte dazu Scheller, nicht auf Dinge, die "eher Luxusgüter" seien. Kritisch äußerte er sich zu den Koalitionsplänen, Ermäßigungen im Bereich der Gastronomie noch auszuweiten: "Wir sind sehr zurückhaltend, was das Empfehlen von neuen Vergünstigungen angeht."
Eingestellt werden sollten laut dem Bericht zudem Mehrfachförderungen. Mitnahmeeffekten, die der Rechnungshof etwa beim Familienleistungsausgleich sieht, solle entgegengewirkt werden. So werde das Existenzminimum volljähriger Kinder bei diesen selbst steuerfrei gestellt, bei ihren Eltern aber auch. "Richtig steuerlich fördern, heißt zu prüfen, ob die Unterstützung mit Steuergeld tatsächlich erforderlich und gerechtfertigt ist", mahnt die Behörde.
Mehr Entschlossenheit wird im Kampf gegen Steuerhinterziehung gefordert - die zudem steuerehrliche Unternehmen im Wettbewerb benachteilige. Der Rechnungshof empfiehlt dafür, schärfer gegen Geldwäsche vorzugehen und die IT-Ausstattung der Finanzämter zu verbessern. Angemahnt wird, die bundesweit einheitliche Steuersoftware KONSENS 16 Jahre nach dem Start des Projekts endlich einzuführen. Generell müssten die Behörden personell und technisch gestärkt werden. Dazu gehöre auch eine bessere Vernetzung.
Auf bis zu 70 Milliarden Euro schätzt der Rechnungshof allein den Schaden durch Nichterfassung, Manipulation und Löschen von Bargeldeinnahmen in Kassensystemen. Eingedämmt werden könne dies durch die Kassen-Nachschau als Prüfinstrument, was bisher zu wenig genutzt werde. Auch die geltende Bonpflicht sei hier ein wichtiges Instrument, sagte Scheller. Er äußerte die Hoffnung, dass sich das Vorhaben von Union und SPD, die Bonpflicht wieder abzuschaffen, nur auf die Ausgabe in Papierform beziehe, nicht aber auf elektronische Bons.
"Die Umsetzung jeder einzelnen empfohlenen Maßnahme stärkt die Einnahmebasis des Staates oder trägt zu mehr Steuergerechtigkeit bei", hob Scheller hervor. Er räumte ein, für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen könne dies "den Verzicht auf gewohnte Vorteile oder zusätzliche Belastungen" bedeuten. Er warb daher für Transparenz, damit vor allem Unternehmen sich rechtzeitig auf Veränderungen einstellen könnten.
N.Fournier--BTB