-
IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland und warnt vor "zweigeteiltem" Ausblick für Welt
-
Nach Rennunfall: BGH prüft Versicherungsschutz von Motorradfahrer
-
Strafmaß in Prozess um Mord an Rapper Tupac Shakur wird verkündet
-
Spaniens König Felipe VI. besucht Exklave Ceuta in Nordafrika
-
Wadephul nimmt an internationalem Sicherheitsforum in Warschau teil
-
Bundesverfassungsgericht verhandelt über Privilegien von Firmenerben
-
IWF hebt Wirtschaftsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent an
-
"Breaking Bad"-Schauspieler RJ Mitte im Alter von 34 Jahren gestorben
-
Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen
-
Gericht gestattet Flávio Bolsonaro Besuch seines inhaftierten Vaters wieder
-
Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt
-
Ukraine-Krieg: Merz telefoniert mit Selenskyj
-
Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran
-
Oberstes Gericht bestätigt Aussetzung von Wahlrecht für bestimmte Auslands-Spanier
-
Neuer angeschlagen: Bayern in Stavanger mit Urbig im Tor
-
London: Teheran "fast sicher" für Vorfall an Luftwaffenstützpunkt verantwortlich
-
Becker adelt Zverev: "Nummer eins wird man nicht zufällig"
-
EU und Großbritannien planen Gipfeltreffen für den 20. November
-
Stromsteuer-Senkung und klare Worte zur AfD: CDU will sich aus Krise arbeiten
-
Nato-Kommandeur warnt Russland: Jeder Angriff auf das Bündnis wäre "sinnlos"
-
Bayern will Erbschaftsteuer selbst festsetzen: Karlsruhe verhandelt über Klage
-
Haus von prominenter Trump-Kritikerin Ilhan Omar durchsucht
-
Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt
-
Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt
-
Schülerproteste in Frankreich: Acht Schulmitarbeiter verletzt
-
CDU will Stromsteuer "für alle" auf EU-Minimum absenken: Merz sieht "Spielräume"
-
Bas-Rücktritt erschüttert die SPD - Parteitag soll gesamte Führung neu wählen
-
Überall gleich oder regional unterschiedlich: Karlsruhe prüft Erbschaftsteuer
-
Sexueller Übergriff mit Roboter: Ermittlungen gegen junge Männer in Köln
-
Verfassungsschutz sieht "langfristig angelegten" Angriff Russlands gegen Deutschland
-
Verwirrung um von Trump verkündete "Energie-Waffenruhe" - Kiew meldet neue russische Angriffe
-
Fingierte Hausbesuche: Urteil gegen Arzt aus Bayern rechtskräftig
-
Mögliche Pumasichtung in Bayern: Weitere keine Nachweise von Raubkatze
-
Merz nach Wahl von AfD-Landtagspräsident: Unterstützer haben "in CDU keinen Platz"
-
Merz verlangt von SPD Ende der Gespräche mit Linken in Berlin über Regierung
-
Hurrikan "Simon" soll zur Wochenmitte in Mexiko auf Land treffen
-
Drei Wochen nach Wahl: Koalitionsverhandlungen in Schwerin gestartet
-
Bundesverfassungsgericht verhandelt über Bayerns Klage zu Erbschaftsteuer
-
Vatikan: Papst kommt am Dienstag für Entfernung von Lungenknoten ins Krankenhaus
-
Arzt soll dutzende Kinder missbraucht haben: Potsdamer Prozess beginnt im November
-
Offiziell: Zverev Weltranglistenerster zum Jahresende
-
US-Medien: Trump könnte Botschafterin in Athen wegen peinlicher Enthüllungen feuern
-
Wirtschaftspolitik in Krisenzeiten: Nobelpreis geht an US-Ökonomen Woodford und Hall
-
Trotz Boom: Fußballerinnen erwägen vorzeitiges Karriereende
-
Mit vier kleinen Kindern nach Syrien: Prozess gegen IS-Rückkehrerin in Hamburg
-
Endgültiges Ergebnis: Berliner Parlament hat fünf Sitze weniger
-
Tausende demonstrieren erneut in Neu Delhi gegen Leiter der Wahlkommission
-
Klingbeil nennt Angriffe auf Bas "unanständig" und rechnet mit AfD ab
-
Wirtschaftsnobelpreis geht an US-Ökonomen Michael Woodford und Robert Hall
-
Vergewaltigungsprozess gegen Komiker Russell Brand beginnt mit Geschworenenauswahl
Nahezu Verdopplung: Zahl antisemitischer Vorfälle in Bayern auf Rekordhoch
Die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Bayern ist auf ein Rekordhoch gestiegen. 2024 wurden 1515 Fälle dokumentiert, wie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (Rias) Bayern am Montag mitteilte. 2023 hatte es noch 761 Vorfälle gegeben. Innerhalb eines Jahres verdoppelte sich die Zahl damit nahezu. 80 Prozent der Vorfälle zeichneten sich durch israelbezogenen Antisemitismus aus.
Auf 557 Versammlungen gab es verbal oder schriftlich antisemitische Äußerungen. Mehr als ein Drittel aller Vorfälle ereignete sich bei Versammlungen. 74 Prozent dieser Versammlungen wurden dem antiisraelischen Aktivismus zugerechnet.
Einen Fall von extremer Gewalt gab es am 5. September in München, als Schüsse auf das israelische Generalkonsulat und das NS-Dokumentationszentrum fielen. Im vergangenen Jahr wurden 15 körperliche Angriffe gezählt - 2023 waren es noch acht gewesen. Innerhalb eines Jahres stieg auch die Zahl der gezielten Sachbeschädigungen von 32 auf 50.
Hingegen sank die Zahl der Bedrohungen leicht von 32 auf 30 Fälle. 1354 Vorfälle wurden als verletzendes Verhalten registriert, dazu zählten unter anderem Direktnachrichten, E-Mails oder Versammlungen. Mehr als ein Drittel der Vorfälle war dem antiisraelischen Aktivismus zuzurechnen. In 52 Prozent war ein bestimmter politisch-weltanschaulicher Hintergrund nicht eindeutig erkennbar.
"Wir haben so viele antisemitische Vorfälle wie nie zuvor dokumentieren müssen", erklärte die Leiterin von Rias Bayern, Annette Seidel-Arpaci. 2024 sei ein einschneidendes Jahr gewesen. Viele Jüdinnen und Juden in Bayern seien von dem Schock über den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und die zahlreichen Kundgebungen auf den Straßen tief getroffen worden. "Mangelnde Empathie hat viele weiter verunsichert", kritisierte Seidel-Arpaci.
"Der massive Anstieg antisemitischer Vorfälle erschüttert mich zutiefst", erklärte die bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU). Es entsetze sie, wie tief verwurzelt der Antisemitismus sei. "Wir treten Antisemitismus entschieden entgegen", fügte sie hinzu. Scharf kündigte eine Stärkung der Jugend- und Präventionsarbeit an.
Die bayerischen Staatsanwaltschaften ermittelten 2024 in 938 neu eingeleiteten Verfahren wegen antisemitischer Straftaten. In 516 Fällen davon wurde wegen Volksverhetzung und Gewaltdarstellungen ermittelt, wie das bayerische Justizministerium am Montag mitteilte. Es gab 237 Verurteilungen. 21 neue Verfahren wurden wegen Körperverletzung eingeleitet.
Jeder Fall sei einer zu viel, erklärte Justizminister Georg Eisenreich (CSU). "Die bayerische Justiz führt den Kampf gegen antisemitisch motivierte Straftaten konsequent", fügte er hinzu.
F.Pavlenko--BTB