-
Indien: Gründer von Kakerlakenbewegung vor Protesten gegen Wahlkommission festgenommen
-
Tennis: Auch Struff scheitert in Shanghai
-
NHL: Seiders Red Wings unterliegen Grubauers Kraken
-
Linke fordert bei Pflege und Rente einheitliche Versicherungen
-
WNBA: Fiebich und New York scheitern im Halbfinale
-
"Chance genutzt": Kössler überzeugt den Bundestrainer
-
Trump ernennt Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin
-
Kompany: Musiala wird wieder "glücklich Fußball spielen"
-
Tor gegen BVB: Füllkrug kann sich Jubel "nicht verkneifen"
-
"Lebensbedrohlicher" Sturm: Hurrikan "Isaias" in Florida auf Land getroffen
-
Trump kritisiert Friedensnobelpreis für Pillay als "schändlich"
-
Hoppermann: Bei CDU-Präsidiumsklausur Aufarbeitung der jüngsten Wahldebakel
-
Drei Männer wegen Mordes an drei Surf-Touristen in Mexiko schuldig gesprochen
-
Schweres Erdbeben in Panama: Staatschef spricht von "großer Katastrophe"
-
Tödliche Überflutungen: Brasiliens Staatsanwaltschaft verklagt Shell auf Schadenersatz
-
Umstrittener Royal: Prinz Harry bei Besuch von Rugby-Spiel ausgebuht
-
Bau-Präsident: Bereits "verheerende Folgen" durch Vergesellschaftungspläne der Linken
-
US-Gesandter Witkoff: "Konstruktive Gespräche" mit Kiew und Europäern zum Ukraine-Krieg
-
Panamas Staatschef: Erdbeben ist eine "große Katastrophe"
-
Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung fordert weltweite Abkehr von Todesstrafe
-
Früherer ZDF-Chefredakteur Klaus Bresser gestorben
-
Trump ernennt Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin
-
Später Ausgleich: Füllkrug klaut BVB den Sieg
-
Doppelpack Kössler: DFB-Frauen mit gutem Start in die WM-Saison
-
Trump: Mit Putin russische Diesel-Lieferung für USA und Weltmarkt vereinbart
-
US-Politiker und UNO fordern Verzicht auf geplante Liveübertragung einer Hinrichtung
-
Heidenheim verpasst Sprung auf Platz zwei
-
Ermittler: Copilot von Flydubai-Maschine plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv
-
Rodeln: Wendl/Arlt machen doch bis 2030 weiter
-
Lisa Cook: Trump treibt Plan zur Entlassung von Zentralbank-Vorständin voran
-
USA verhängen nach Nobelpreis für frühere IStGH-Richterin Sanktionen gegen Haager Tribunal
-
Türkei trennt sich von Trainer Montella
-
Steinmeier und Macron besuchen französische Raumfahrt- und Rüstungsunternehmen
-
Bericht: Koalition erzielt Kompromiss im Streit um Zuckersteuer
-
Nach Nobelpreis für frühere IStGH-Richterin: USA verhängen Sanktionen gegen Haager Tribunal
-
Tausende demonstrieren in Berlin gegen Energiepolitik der Bundesregierung
-
Verstappen holt Sprint-Pole - keine nachträgliche Strafe
-
Nach Nobelpreis für frühere IStGH-Richterin: USA verschärfen Sanktionen gegen Haager Tribunal
-
Sturz bei Diensttermin: Nordrhein-Westfalens Innenminister Reul bricht sich Hüfte
-
Gericht: AfD-Fahnenschwenken auf Brücke über Autobahn zu Recht verboten
-
EU und China einigen sich auf Begrenzung chinesischer Hybridauto-Exporte
-
Gedenken an Anschlag in Halle: Studenten versperren AfD-Politiker Tillschneider Weg
-
Friedensnobelpreis geht an Südafrikanerin Pillay für ihren Einsatz für Menschenrechte
-
Sachsen-Anhalt: BMW stellt AfD-Politiker Rausch keinen Dienstwagen zur Verfügung
-
Formel 1: Verstappen holt Sprint-Pole, muss aber zittern
-
Mecklenburg-Vorpommern: Rot-Rot-Grün vereinbart Koalitionsverhandlungen
-
Schuster: DFB-Debütanten haben "Schwung mitgebracht"
-
Scharfe Kritik an geplanter Liveübertragung von Hinrichtung in den USA
-
Deutlich weniger Korridorsanierungen bis 2031: Bahn streckt Baustellenplanung
-
Ex-Prinz Andrew erhielt 302.000 Pfund Entschädigung für Auszug aus Royal Lodge
Internationale Empörung nach israelischen Schüssen bei Diplomatenbesuch in Dschenin
Schüsse israelischer Soldaten während des Besuchs einer Diplomatengruppe im Westjordanland haben international Empörung ausgelöst. Die Diplomaten, zu denen auch ein deutscher Vertreter gehörte, besuchten am Mittwochmorgen Dschenin im von Israel besetzten Westjordanland, als israelische Soldaten Schüsse abfeuerten. Während die israelische Armee von "Warnschüssen" sprach, verurteilte das Auswärtige Amt den "unprovozierten Beschuss" der Diplomaten-Delegation.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und mehrere europäische Regierungen forderten sofortige Aufklärung von Israel; unter anderem Italien, Frankreich, Spanien und Portugal beriefen die israelischen Botschafter ein. Das genaue Geschehen war zunächst unklar: Das Auswärtige Amt in Berlin sprach von "Schüssen in Richtung einer angemeldeten diplomatischen Delegation". Laut dem belgischen Außenminister Maxime Prévot war der Besuch im Vorfeld mit der israelischen Armee koordiniert worden, die Diplomaten seien zudem in einem Konvoi "klar identifizierbarer Fahrzeuge" unterwegs gewesen.
Die israelische Armee erklärte dagegen, die Delegation sei von der genehmigten Route abgewichen und habe ein Gebiet betreten, "in dem sie sich nicht aufhalten durfte". Daraufhin hätten Soldaten "Warnschüsse" abgegeben. Es seien keine Verletzten gemeldet worden, die Armee "bedauert die entstandenen Unannehmlichkeiten", hieß es weiter.
Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigen, wie die Delegation und sie begleitende Journalisten in Deckung eilen, während Schüsse zu hören sind. "Wir können von Glück reden, dass nichts Schlimmeres passiert ist", erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin. "Diesen unprovozierten Beschuss verurteilt das Auswärtige Amt scharf."
Die EU-Außenbeauftragte Kallas forderte Israel auf, den Vorfall zu untersuchen und "die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen". Jegliche Bedrohung des Lebens von Diplomaten sei "inakzeptabel". Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot schrieb im Onlinedienst X: "Das ist nicht hinnehmbar. Der israelische Botschafter wird einbestellt, um sich zu erklären."
Italiens Außenminister Antonio Tajani bestellte ebenfalls den israelischen Botschafter ein und betonte, "Drohungen gegen Diplomaten" seien inakzeptabel. Die portugiesische Regierung erklärte, der Vorfall stelle "internationales Recht in Frage" und berief den iraelischen Botschafter ein. Spanien verurteilte den Vorfall scharf und kündigte an, mit den übrigen betroffenen Ländern über eine "koordinierte Reaktion" zu beraten. Die ägyptische Regierung erklärte, der Vorfall verstoße "gegen jegliche diplomatischen Gepflogenheiten". Die Türkei verlangte eine sofortige Untersuchung.
Der Vorfall ereignete sich zu einer Zeit, da die internationale Kritik wegen des israelischen Vorgehens im Gaza-Krieg wächst. Die EU hatte wegen der Lage im Gazastreifen am Dienstag eine Überprüfung ihres Kooperationsabkommens mit Israel angekündigt. Israel reagierte empört und erklärte, der Schritt spiegele ein "völliges Fehlverständnis der komplexen Lage" wider, der sich Israel ausgesetzt sehe.
Ein Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde, der die Diplomatengruppe begleitet hatte, sprach von einem "rücksichtslosen Akt der israelischen Armee". Dieser vermittele der Delegation "einen Eindruck davon, wie das palästinensische Volk lebt", sagte Ahmad al-Dik. Die im Westjordanland regierende Autonomiebehörde sprach von einem "abscheulichen Verbrechen der israelischen Besatzungstruppen, die während eines Besuchs im Raum Dschenin eine im Staat Palästina akkreditierte diplomatische Delegation gezielt mit scharfer Munition unter Beschuss nahmen".
Nach Angaben eines europäischen Mitglieds der Delegation war die Gruppe in die Region um das palästinensische Flüchtlingslager Dschenin gereist, "um die Zerstörung zu sehen", die monatelange israelische Militäraktionen dort hinterlassen haben. Seit Beginn des Gaza-Kriegs vor anderthalb Jahren hat auch die Gewalt im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland stark zugenommen.
W.Lapointe--BTB