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Syriens Übergangspräsident al-Scharaa kommt am Montag nach Berlin
Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa kommt nächste Woche zu seinem Antrittsbesuch nach Berlin. Er wird am Montag Kanzler Friedrich Merz (CDU) zu Gesprächen treffen, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius am Freitag sagte. Al-Scharaa war bereits im Januar in Deutschland erwartet worden, der Besuch wurde aber kurzfristig von der syrischen Seite verschoben.
Merz wird al-Scharaa demnach am Montag um 12.30 Uhr im Kanzleramt empfangen, dabei ist auch ein gemeinsames Mittagessen geplant. Im Anschluss (14.00 Uhr) wollen dann beide vor die Presse treten. Bei den Gesprächen wird es laut Kornelius unter anderem um die Lage in der Region, die Situation in Syrien, den Wiederaufbau des Landes sowie die Rückkehr von Syrerinnen und Syrer in ihr Heimatland gehen.
Kritik am Besuch des Übergangspräsidenten kam bereits von der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD). "Ein ehemaliger Dschihadistenführer, dessen Organisation Hayat Tahrir al-Sham (HTS) lange Zeit von den Vereinten Nationen als Terrororganisation eingestuft wurde, darf keine protokollarische Aufwertung erfahren", erklärte die KDG. Al-Scharaa trage Verantwortung für zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
K.Thomson--BTB