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Laschet: Schah-Sohn Pahlavi könnte Übergang im Iran leiten
Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet betrachtet den iranischen Exil-Oppositionellen Reza Pahlavi als möglichen Wegbereiter eines demokratischen Übergangs im Iran. "Er ist das einzige Oppositionsgesicht, das man kennt", sagte Laschet am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". "Und für viele Iraner ist das halt die Alternative erst einmal zum Mullah-Regime." Pahlavi selbst betrachte sich als Übergangsfigur, "nicht als dauerhafter Herrscher, auch nicht als neuer Schah".
"Ich bin überzeugt, dass er eine Person sein kann, die einen Übergang leitet", betonte Laschet. "Er hat nichts mit der Monarchie seines Vaters zu tun, das ist ja auch fast 40 Jahre her." Falls das "Regime wirklich stürzen" sollte, was derzeit ungewisser sei als noch zu Jahresbeginn, dann könnten sich nach Einschätzung Laschets "Viele auf ihn verständigen".
In seinem weltweiten Werben um Unterstützung will der Sohn des letzten Schahs am Donnerstag in Berlin mit Mitgliedern verschiedener Bundestagsfraktionen zusammentreffen, unter ihnen auch Laschet. Treffen mit Vertretern der Bundesregierung sind nicht geplant. In der Bundespressekonferenz will Pahlavi außerdem eine Stellungnahme zur aktuellen Lage im Iran abgeben.
Der Schah-Sohn wird von Teilen der iranischen Opposition unterstützt, andere kritisieren den 65-Jährigen aber unter anderem wegen seiner Nähe zu Israel. Pahlavis Vater war 1979 durch die islamische Revolution gestürzt worden und aus dem Iran geflohen. Reza Pahlavi lebt heute in den USA im Exil. Er hat sich für eine säkulare Demokratie im Iran ausgesprochen und stellt sich als Alternative für den Fall dar, dass die derzeitige Führung in Teheran stürzen sollte.
Laschet übte derweil scharfe Kritik am Iran-Kurs von US-Präsident Trump. "Er packt manches an, aber es ist meistens kein politisches Konzept dahinter", sagte er. "Er verhandelt jetzt weiter mit den Mullahs, wird wahrscheinlich irgendwelche Deals machen." Die Menschen im Iran hingegen seien nach seiner Einschätzung nicht Trumps "oberste Priorität".
"Ich bin wirklich erschüttert, wie die Amerikaner dort agiert haben", sagte Laschet mit Blick auf den Iran-Krieg. Teheran verfüge weiterhin über die Hälfte seiner Raketen und sei im Besitz von angereichertem Uran. "Und das Regime ist immer noch im Amt. Also ein Desaster."
J.Bergmann--BTB