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London stellt zusätzliche Millionen für Sicherheit der jüdischen Gemeinde bereit
Nach dem als terroristisch eingestuften Messerangriff auf zwei Juden in London will die britische Regierung 25 Millionen Pfund (knapp 29 Millionen Euro) für die Sicherheit jüdischer Gemeinden bereitstellen. Die Menschen seien zutiefst verunsichert, sagte Innenministerin Shabana Mahmood am Donnerstag dem Sender Sky News. Die zusätzlichen Mittel sollten Sicherheitsvorkehrungen in Synagogen, jüdischen Schulen, Kulturstätten und Gemeindezentren zugute kommen. Eine pro-iranische Gruppe hatte sich zuvor zu dem Angriff auf zwei Männer am Vortag im jüdisch geprägten Londoner Stadtteil Golders Green bekannt.
In London wurden im März und April eine Vielzahl von Anschlägen auf Synagogen und andere jüdische oder israelische Einrichtungen verübt. Bei dem jüngsten Angriff in Golders Green verletzte der mutmaßliche Täter zwei Männer mit einer Stichwaffe. Anschließend ging der 45-Jährige laut Polizei auf Polizeibeamte los und wurde festgenommen. Die beiden Opfer des Angriffs im Alter von 34 und 76 wurden ins Krankenhaus gebracht, ihr Zustand war laut Polizei stabil.
Zu dem Angriff bekannte sich die bis vor wenigen Wochen weitgehend unbekannte pro-iranische Hayi-Gruppe. Einer ihrer "einsamen Wölfe", also ein Einzeltäter, habe am Mittwoch "Zionisten" attackiert, erklärte die Gruppe Harakat Aschab al-Jamin al-Islamija (Hayi) in Onlinediensten nach Angaben der Organisation SITE Intelligence Group. Die britische Polizei stufte den Messerangriff als "terroristischen" Anschlag ein.
Der Angreifer habe "eine Vorgeschichte schwerer Gewalttaten und psychischer Probleme", sagte Polizeichef Mark Rowley. Premierminister Keir Starmer und König Charles III. verurteilten den "abscheulichen" Angriff. Israelische Spitzenpolitiker forderten ein "entschiedenes Vorgehen" der britischen Behörden gegen Judenhass.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte es eine Reihe von Brandstiftungen und weiteren Anschlägen in London, Paris, Belgien, den Niederlanden und auch in München gegeben, die der Gruppe zugeschrieben werden.
T.Bondarenko--BTB