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Irans Armee: Neuer Konflikt mit USA "wahrscheinlich" - Trump nennt Angriffe "Option"
Trotz der Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs droht nach Einschätzung aus Teheran ein Wiederaufflammen des Konflikts. Es gebe Anzeichen dafür, dass die USA sich in der geltenden Waffenruhe "nicht an Versprechen oder Vereinbarungen halten", zitierte die iranische Nachrichtenagentur Fars am Samstag Mohammed Dschafar Assadi vom zentralen Militärkommando. US-Präsident Donald Trump hatte seinerseits einen neuen Verhandlungsvorschlag Teherans zurückgewiesen. Eine Wiederaufnahme des Kriegs bezeichnete er als "Option".
Mohammed Dschafar Assadi von Irans Militärkommando Chamat al-Anbija bezeichnete einen erneuten Konflikt mit den USA als "wahrscheinlich". Auch Israel könnte womöglich in Kürze wieder militärisch gegen den Iran vorgehen, wie Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag gesagt hatte. Seit Inkrafttreten der Waffenruhe Anfang April kommen die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts nicht voran. Zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs wächst damit die Sorge vor einer erneuten Eskalation des Konflikts.
US-Präsident Trump hatte am Freitag einen neuen Verhandlungsvorschlag aus dem Iran zurückgewiesen. "Im Moment bin ich nicht zufrieden mit ihrem Angebot", sagte er vor Journalisten. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte berichtet, der Vorschlag sei an den Vermittler Pakistan übermittelt worden. Details wurden nicht genannt. Teheran hatte in dieser Woche bereits einen Vorschlag unterbreitet, den Trump ablehnte.
Trump betonte, dass die Führung in Teheran "uneinig" sei und sich nicht auf eine Strategie zur Beendigung des Kriegs einigen könne. Er würde es vorziehen, den Iran nicht "ein für alle Mal dem Erdboden gleichmachen" zu müssen, sagte er. Eine Wiederaufnahme des Krieges bleibe jedoch "eine Option".
Kurz vor Ende einer Frist im US-Kongress zum Iran-Krieg bezeichnete Trump "die am 28. Februar begonnenen Kampfhandlungen" gegen die Islamische Republik für "beendet". Der Präsident äußerte sich in einem Schreiben an den Mehrheitsführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, Mike Johnson, und den amtierenden Präsidenten des Senats, Chuck Grassley.
Der US-Präsident muss die Genehmigung des Kongresses einholen, um einen Konflikt über 60 Tage hinaus zu verlängern. Ohne Genehmigung ist die US-Regierung einem Gesetz zufolge verpflichtet, den Einsatz zu beenden. Die US-Regierung hielt eine Genehmigung jedoch nicht für nötig: Ein ranghoher Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, im Sinne des Gesetzes würden die Kämpfe als beendet betrachtet.
Darauf verwies auch Trump in seinem Schreiben: Er habe am 7. April eine zweiwöchige Waffenruhe angeordnet, die "seitdem verlängert" worden sei. "Seit dem 7. April 2026 gab es keinen Schusswechsel zwischen den Streitkräften der Vereinigten Staaten und dem Iran", führte er aus.
Der US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" verließ derweil die Golfregion, nachdem er zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran teilgenommen hatte, wie ein US-Beamter am Freitag mitteilte. Damit seien mit der "USS Abraham Lincoln" und der "USS George Bush" noch zwei US-Flugzeugträger in der Region. Der weltweit größte Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist seit zehn Monaten auf See. Mitte März war auf dem Schiff ein Feuer ausgebrochen, bei dem zwei Matrosen verletzt wurden.
Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Das iranische Militär sperrte zudem die für die Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Straße von Hormus weitgehend, der Ölpreis stieg dadurch steil an. Die USA wiederum blockieren iranische Häfen.
"Wir sind wie Piraten" sagte Trump am Freitag bei einer Kundgebung in Florida, als er das Vorgehen der US-Marine beschrieb, die im Zuge der Hafenblockade ein Schiff aufbrachte. "Wir haben die Ladung, das Öl übernommen", sagte Trump vor jubelnden Anhängern. "Es ist ein sehr ertragreiches Geschäft."
Die USA verhängten am Freitag zudem neue Sanktionen gegen drei iranische Devisenhandelsunternehmen. Das US-Finanzministerium warnte zudem Schiffseigentümer davor, der iranischen Regierung eine "Maut" für die Passage durch die Straße von Hormus zu zahlen. Dies könne ebenfalls Sanktionen nach sich ziehen, hieß es.
C.Meier--BTB