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Merz: Jüdisches Leben in Deutschland "so bedroht wie schon lange nicht mehr"
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht jüdisches Leben in Deutschland "so bedroht wie schon lange nicht mehr". Es gebe "eine stark steigende Zahl von Straftaten, von Übergriffen, von Schmierereien an Hauswänden mit antisemitischem Inhalt", sagte Merz am Montag auf dem Jüdischen Campus in Berlin. Dort tagte das CDU-Präsidium unter Merz' Vorsitz. Die CDU zeige mit ihrem Besuch, dass sie "voll und ohne jede Einschränkung" hinter den in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden stehe.
Vom Besuch des Jüdischen Campus soll laut Merz die klare Botschaft ausgehen: "Jüdisches Leben gehört zu Deutschland." Die Bundesrepublik habe eine historische Verpflichtung, dieses Leben zu schützen. "Und die CDU ist wie keine zweite Partei in Deutschland diesem Auftrag innerlich fest verbunden", betonte der Kanzler.
Mit dem Besuch und der Sitzung auf dem Jüdischen Campus setze das CDU-Präsidium "ein klares Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung für jüdisches Leben in Deutschland", erklärte die Jüdische Gemeinde Chabad im Vorfeld.
Der Jüdische Campus im Berliner Stadtteil Wilmersdorf ist nach Angaben der Gemeinde ein zentraler Ort der Begegnung, Bildung und des gesellschaftlichen Austauschs. Er unterbreitet Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien und soll für "ein lebendiges, offenes und zeitgemäßes jüdisches Leben in der Hauptstadt" stehen. Auf dem Gelände gibt es bereits eine Kita, eine Grundschule und ein Gymnasium. Weitere Einrichtungen sind in der Planung.
P.Anderson--BTB