Berliner Tageblatt - Linke zur Rente: Geht nicht um jung gegen alt - sondern arm gegen reich

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Linke zur Rente: Geht nicht um jung gegen alt - sondern arm gegen reich
Linke zur Rente: Geht nicht um jung gegen alt - sondern arm gegen reich / Foto: © SID/Archiv

Linke zur Rente: Geht nicht um jung gegen alt - sondern arm gegen reich

Die Linke hat den Vorstoß aus der Senioren-Union zum früheren Eintritt ins Erwerbsleben scharf kritisiert und der Partei vorgeworfen, einen Generationenkonflikt heraufzubeschwören. Die Jüngeren um den CDU-Abgeordneten Pascal Reddig "schießen permanent gegen ältere Menschen und jetzt revanchiert sich die Senioren-Union mit einem Angriff auf junge Menschen", sagte die Linken-Rentenexpertin Sarah Vollath am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

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"Dabei blenden beide Seiten völlig aus, dass eine vernünftige Rentenreform und eine starke gesetzliche Rente allen helfen würde", fuhr sie fort. Außerdem gehe es "nicht um jung gegen alt, sondern um arm gegen reich". Es müsse vielmehr besprochen werden, wie sich alle Menschen gerecht an der Finanzierung des Rentensystems beteiligen könnten, vor allem auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige. Auch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze gehöre zur Debatte.

Die Linken-Bildungspolitikerin Nicole Gohlke kritisierte den Umgang der Union mit jüngeren Menschen: "Während die Union die versprochene Bafög-Reform blockiert und jungen Menschen den Weg zu einer adäquaten Ausbildung systematisch erschwert, fordert sie nun, sie noch schneller durchs System zu peitschen", sagte sie AFP. "Wer die Jugend erst ausbremst und sie dann als billige Einzahler verheizen will, betreibt soziale Sabotage an der Zukunft unseres Landes."

Die beiden Politikerinnen reagierten damit auf einen Vorstoß des Chefs der Senioren-Union, Hubert Hüppe (CDU), der einen früheren Einstieg junger Menschen ins Arbeitsleben gefordert hatte. Grundsätzlich werde es "nicht durch weniger, sondern nur durch mehr Arbeit gehen", sagte er der "Rheinischen Post". "Das heißt für mich aber nicht unbedingt am Ende des Erwerbslebens, sondern am Anfang."

Schul- und Studienzeiten müssten "kürzer und schlanker" werden, damit junge Menschen "früher in Arbeit" gebracht würden und entsprechend früher zu Einzahlern in die Sozialsysteme würden, sagte Hüppe. "Es muss nicht wie in meiner Jugend mit 14 Jahren sein, aber es sollte auch nicht erst mit 30 losgehen."

E.Schubert--BTB