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Pantisano: Werde alles für Widerstand gegen Rentenkürzungen tun
Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano hat entschiedenen Widerstand gegen die bekannt gewordenen Empfehlungen der Rentenkommission angekündigt. Mit dem Kürzungsprogramm werde die Kommission "Friedrich Merz' feuchten Träumen gerecht: noch länger arbeiten, noch mehr arbeiten", sagte er am Sonntag beim Parteitag in Potsdam. Gemeinsam mit Ko-Chefin Ines Schwerdtner werde er "alles dafür tun, dass wir hier den Widerstand organisieren".
Kanzler Merz müsse beim Thema Rente zu allererst bei sich anfangen, forderte Pantisano. "Der Typ hat nach 20 Jahren Bundestag einen Rentenanspruch von fast 6000 Euro, und gleichzeitig ist er ein Millionär." Die durchschnittliche Rente von Menschen, die 45 Jahre lang gearbeitet hätten, liege bei 1500 Euro. "Lieber Herr Merz, fangen Sie doch erstmal bei sich selbst an und verzichten auf Ihre staatliche Rente. Das wäre ein Zeichen."
Die Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Kommission sehen Medienberichten zufolge erhebliche Änderungen bei der Alterssicherung vor. Die so genannte Rente mit 63 soll abgeschafft werden - stattdessen soll es gezielte Erleichterungen für gesundheitlich angeschlagene Menschen geben. Zudem solle das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden und langsam steigen. In den 2090er-Jahren würde es dann bei 70 Jahren liegen.
Außerdem soll den Berichten zufolge das künftige Rentenniveau durch die Einführung einer Kapitalrente auf 50 Prozent steigen. Demnach soll ein Teil der Rentenbeiträge am Aktienmarkt angelegt werden. Eine verpflichtende Betriebsrente soll erst einmal nicht kommen.
A.Gasser--BTB