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Pantisano: Äußerung zu CDU "verkürzt und in dieser Form falsch"
Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano hat sich für seine umstrittene Äußerung zur CDU entschuldigt. "Meine Aussage, es gebe derzeit keinen Unterschied zwischen der Politik der CDU und der AfD, war verkürzt und in dieser Form falsch", erklärte er am Montag. "Dafür bitte ich um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen."
Das Wort "faschistisch" wiederholte Pantisano nicht erneut. Er hatte der "Bild" am Wochenende gesagt, es gebe "gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst". Zuvor hatte sich Pantisano aber noch für mögliche Bündnisse mit der CDU auf Landesebene ausgesprochen, um eine AfD-Regierung zu verhindern. Für seine Äußerung war der Linken-Politiker auch in der eigenen Partei kritisiert worden, vor allem von den ostdeutschen Verbänden.
"Die Unterscheidung zwischen politischen Gegnern innerhalb des demokratischen Spektrums und denen die die Demokratie abschaffen wollen, dürfen wir nicht verwischen", erklärte Pantisano nun am Montag. An seiner grundsätzlichen Kritik am "Rechtskurs der Union" hielt er aber fest. Dieser werde "auf dem Rücken vieler Menschen im Land ausgetragen", kritisierte er. "Ebenso bleibt meine Sorge über ein mögliches weiteres politisches Zusammenrücken von CDU und AfD bestehen."
Die Union hatte die Äußerungen von Pantisano am Wochenende umgehend scharf zurückgewiesen. Aus der CDU wurden auch Rücktrittsforderungen an Pantisano laut. Der Linken-Politiker war am Samstag beim Parteitag zum neuen Ko-Parteichef gewählt worden, die Delegierten verpassten ihm mit nur 53 Prozent der Stimmen allerdings einen ordentlichen Dämpfer.
D.Schneider--BTB