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Mehr als eine Million Ausländer in Spanien stellen Antrag auf Aufenthaltstitel
In Spanien haben im Rahmen eines speziellen Programms der linksgerichteten Regierung mehr als eine Million Ausländer ohne Papiere einen Antrag auf Legalisierung ihres Aufenthalts gestellt. "Wir möchten, dass die Welt Spanien als ein Land sieht, das die Menschenrechte achtet, schützt und garantiert", sagte der sozialistische Regierungschef Pedro Sánchez am Dienstag in einer Ansprache.
Die Frist für die Anträge des im April gestarteten Regularisierungsprogramms endete am Dienstag. Die Behörden haben nun drei Monate Zeit, um die Anträge zu bearbeiten und den Antragstellern eine ausschließlich für Spanien gültige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis zu erteilen oder diese abzulehnen.
Die Antragssteller mussten nachweisen, dass sie sich am 1. Januar seit mindestens fünf Monaten auf spanischem Boden aufgehalten hatten und durften nicht vorbestraft sein. Madrid rechnete zu Beginn des Programms damit damit, dass "fast eine halbe Million Menschen", vorwiegend aus Lateinamerika, von dem Programm profitieren würden.
Sánchez bezeichnete die sogenannte Regularisierung als "gute Entscheidung für unsere Wirtschaft". Gleichzeitig räumte er "Herausforderungen" im Zusammenhang mit der Integration ein.
Die linke Regierung Spaniens unter Sánchez fährt mit ihrer Migrationspolitik einen anderen Kurs als die meisten EU-Ländern, die ihre Migrationspolitik zur Zeit verschärfen und sich gegen Migranten abschotten.
A.Gasser--BTB