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Spendenskandal: Politiker von rechtspopulistischer Partei Reform UK zurückgetreten
Zwei hochrangige Vertreter der rechtspopulistischen Partei Reform UK in Großbritannien sind im Zuge eines Spendenskandals zurückgetreten. Der langjährige Vertraute von Parteichef Nigel Farage, Dan Jukes, und der Politikchef der Partei, James Orr, traten am Freitag zurück, wie Reform UK bekanntgab. Die Partei teilte auch mit, dass sie eine interne Untersuchung zu den Vorwürfen gestartet habe, die durch eine Undercover-Recherche des Senders Channel 4 News ans Licht gekommen waren.
Nur Stunden vor einer geplanten Rede von Farage beim Parteitag von Reform UK am Freitag hatte Channel 4 seine Recherche-Ergebnisse veröffentlicht. Demnach sollen Parteivertreter die politischen Spendenvorschriften gebrochen haben. Sie sollen eine Spende aus dem Ausland vereinbart haben, obwohl das verboten ist. Ein Sprecher der Polizei in London erklärte, der Polizei seien die Berichte zu Parteispenden und einem möglichen Bruch von Vorschriften in Bezug auf Wahlen bekannt.
Die regierende Labour-Partei und die Liberaldemokraten erklärten, sie hätten Reform UK nach den Recherchen bei der Polizei angezeigt, denen zufolge die Partei von einer US-Firma Gelder für drei Umfragen in diesem Jahr angenommen haben soll. Die "Geldgeber" waren in Wirklichkeit aber Undercover-Reporter. Anfangs hatte die einwanderungs- und EU-feindliche Partei dies als "Falschmeldung" abgetan. Farage erklärte nun, Reform UK sei in eine "Falle" gelockt worden.
Reform UK hatte eine Zeit lang einen massiven Aufschwung erlebt. Durch diverse Finanzaffären sowie durch den neuen Labour-Premierminister Andy Burnham rutschten die Rechtspopulisten zuletzt in der Wählergunst aber wieder ab.
A.Gasser--BTB