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Kallas: Russische Angriffe auf ukrainische Bahnstrecken sollten dem Westen "Angst machen"
Bei den jüngsten russischen Angriffen auf Bahnstrecken in der Ukraine handelt es sich nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas um eine Abschreckungstaktik Moskaus. Moskau wolle damit "ganz offensichtlich westlichen Ländern Angst davor machen, die Ukraine zu unterstützen", sagte Kallas am Montag vor einem Treffen zur Sicherheit in der Arktis im finnischen Rovaniemi.
Der Westen müsse als Antwort zeigen, "dass wir für die Ukraine da sind und keine Angst haben", betonte Kallas. Andernfalls würde Russland sein Ziele erreichen, "die Unterdrückung der Ukraine".
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot sagte ebenfalls in Rovaniemi, die Angriffe hätten "ein klares Ziel gehabt: die Europäer einzuschüchtern, sie zu entmutigen und vor allen Dingen, sie zu spalten".
Barrot wies darauf hin, dass die Angriffe zu einem Zeitpunkt erfolgten, als die Ukraine Gastgeber gewesen sei für "ein großes Forum zur wirtschaftlichen Unterstützung, an dem eine große Zahl von Vertretern aus der Wirtschaft und der Diplomatie teilnahmen, die aus der ganzen Welt und insbesondere aus Europa gekommen waren".
Russland hatte am Sonntag Bahnstrecken in der Ukraine attackiert. Unweit der Grenze zu Polen traf eine Drohne nach ukrainischen Angaben einen Passagierzug nach Warschau. Nach Angaben der ukrainischen Bahngesellschaft Ukrsalisnyzja hatte kurz zuvor ein Sonderzug die Strecke passiert, in dem sich Sicherheitsberater aus mehreren EU-Staaten befanden sowie mehrere ehemalige europäische Staats- und Regierungschefs, unter ihnen der britische Ex-Premierminister Boris Johnson.
Russland erklärte, die attackierten Bahnstrecken würden für Rüstungstransporte aus Europa genutzt.
I.Meyer--BTB