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Pistorius reist in dieser Woche in die USA - Treffen mit Kollegen Hegseth geplant
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reist in dieser Woche zu einem mehrtägigen Besuch in die USA. Zum Auftakt der Reise wird Pistorius am Dienstag US-Verteidigungsminister Pete Hegseth treffen, wie ein Sprecher seines Ministeriums am Montag sagte. Während seines USA-Besuchs wird Pistorius demnach zudem den ersten von insgesamt 35 neuen Kampfjets vom Typ F-35 für die Bundeswehr in Empfang nehmen.
Bei dem Treffen mit Hegseth im Pentagon dürfte es unter anderem um die Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa gehen. Der US-Minister hatte den Überprüfungsprozess im Juni angekündigt. Thema dürften auch die Lieferung weiterer US-Waffen an die Europäer und die Ukraine sein. US-Medienberichten zufolge wächst in den USA wegen des fortdauernden Kriegs gegen den Iran die Sorge wegen eines möglichen Waffen- und Munitionsmangels.
Betroffen sind demnach insbesondere Langstrecken-Lenkraketen und das Luftabwehrsystem Patriot des US-Rüstungskonzern Raytheon. Gerade auf das Patriot-System ist die Ukraine im Kampf gegen die massiven russischen Luftangriffe angewiesen.
Die hochmodernen F-35 Jets sollen in den kommenden Jahren die alternde Tornado-Flotte der Bundeswehr ersetzen. Pistorius soll das erste Flugzeug Ende der Woche in Empfang nehmen. Nach Ausbildung von Technikern und Piloten ist die Auslieferung der ersten F-35 Jets an den deutschen Militärflughafen in Büchel dann für Ende 2027 geplant.
Zudem hat Deutschland sich im Juli mit den USA auf den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern verständigt. Wann die ersten Systeme ausgeliefert werden, ist bislang allerdings nicht bekannt.
Pistorius will bis Freitag in den USA bleiben. Zuletzt war er im Juli 2025 nach Washington gereist und hatte dort Hegseth getroffen.
J.Bergmann--BTB