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Abgeordnetenhauswahl in Berlin: CDU und Linkspartei in neuer Umfrage gleichauf
Knapp eine Woche vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin sieht eine weitere Umfrage ein enges Rennen zwischen der regierenden CDU und der oppositionellen Linkspartei. Der am Montag veröffentlichten Erhebung des Instituts Insa für die "Bild"-Zeitung zufolge kommen sowohl die Christdemokraten von Spitzenkandidat Stefan Evers als auch die Linke um Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 20 Prozent.
Es folgen die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 16 Prozent und die SPD mit zwölf Prozent. Auch das BSW könnte mit fünf Prozent den Sprung in das Landesparlament schaffen. Die FDP würde mit drei Prozent hingegen nicht einziehen. Befragt wurden von Montag vergangener Woche bis Montag 1000 Wahlberechtigte in Berlin.
Jüngste Umfragen für ARD und ZDF hatten ebenfalls ein Kopf-an-Kopf-Rennen von CDU und Linkspartei vorausgesagt. Die Linke kam auf 21 bis 23 Prozent, die Christdemokraten erreichten 20 bis 21 Prozent. AfD, Grüne und SPD schnitten ähnlich ab wie in der Insa-Umfrage. Neben der FDP lag allerdings auch das BSW unter der Fünfprozenthürde.
Das Berliner Abgeordnetenhaus wird am Sonntag neu gewählt, zeitgleich findet eine Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern statt. Politisch und rechnerisch denkbar sind den Umfragen zufolge in Berlin Dreierkoalitionen der CDU oder der Linkspartei mit den Grünen und der SPD.
In Berlin regiert derzeit eine Koalition aus CDU und SPD unter dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Dieser zog sich aber nach Kritik an seiner Krisenkommunikation infolge eines tagelangen großen Stromausfalls Mitte Juli als Spitzenkandidat zurück, CDU-Spitzenkandidat wurde Finanz- und Kultursenator Evers.
Die Wahl von 2023 - eine Wiederholungswahl wegen zahlreicher Pannen 2021 - gewann die CDU mit 28,2 Prozent, gefolgt von der SPD und den Grünen mit jeweils 18,4 Prozent. Die Linke erreichte damals 12,2 Prozent, die AfD 9,1 Prozent. Die FDP schied mit 4,6 Prozent aus dem Landesparlament aus. Das BSW trat noch nicht an.
F.Pavlenko--BTB