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Katar: Schließung der Meerenge Bab al-Mandab hätte "katastrophale" Folgen für die Welt
Das Golfemirat Katar hat am Dienstag vor "katastrophalen" Folgen gewarnt, sollte die von der Huthi-Miliz kontrollierte Meerenge Bab al-Mandab für die Schifffahrt geschlossen werden. "Die Welt leidet schon genug durch die Schließung der Straße von Hormus, deshalb können wir es uns nicht leisten, auch noch Bab al-Mandab mit in diese Gleichung aufzunehmen", sagte ein Vertreter des Außenministeriums in Doha vor Journalisten.
Eine Schließung wäre "für die ganze Welt katastrophal", weshalb Katar auf Diplomatie und Dialog dränge. Aus Diplomatenkreisen hieß es, der UN-Sicherheitsrat wolle auf Veranlassung des französischen Vorsitzes noch im Tagesverlauf zu dem Thema zusammenkommen.
Bab al-Mandab zählt zu den wichtigsten Schifffahrtsstraßen der Welt und verbindet das Rote Meer mit dem Indischen Ozean. Besonders für den Export von saudiarabischem Öl ist sie zentral. Seit der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus durch Teheran seit Beginn des Iran-Kriegs hat Bab al-Mandab zusätzlich an Bedeutung gewonnen.
Die vom Iran unterstützten Huthis kontrollieren seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa sowie Gebiete an der Grenze zu den saudiarabischen Provinzen am Roten Meer. In der vergangenen Woche hatten sie nach einer einwöchigen Offensive alle Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab erobert und kontrollieren nun nach Angaben der jemenitischen Regierung die strategisch wichtige Wasserstraße.
G.Schulte--BTB