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Schwedens Oppositionschefin Andersson erklärt sich zur Bildung einer Regierung bereit
Nach dem hauchdünnen Wahlsieg des oppositionellen Mitte-links-Lagers in Schweden hat die sozialdemokratische Spitzenkandidatin Magdalena Andersson offiziell ihre Bereitschaft zur Bildung einer neuen Regierung erklärt. Sie habe Parlamentspräsident Andreas Norlén informiert, dass sie dies "versuchen" wolle, sagte Andersson am Freitag. Norlén wollte Andersson voraussichtlich noch am Freitag formell mit dieser Aufgabe betrauen.
"Ich möchte Schweden in einem neuen Geist der Zusammenarbeit führen", sagte die 59-jährige Andersson, die bereits von 2021 bis 2022 zehn Monate lang Ministerpräsidentin war. "Mein Ziel ist es, eine breite Zusammenarbeit zu suchen."
Nach allgemeiner Erwartung wird Andersson versuchen, zusammen mit den drei anderen Parteien des Mittel-links-Lagers eine Regierung zu bilden. Allerdings dürfte dies nicht ganz einfach werden, da es innerhalb dieses Parteienblocks tiefe Differenzen gibt.
Das Mitte-Links-Lager hatte die Parlamentswahl am Sonntag knapp gewonnen. Sozialdemokraten, Grüne, Linkspartei und Zentrum kommen laut dem offiziellen Endergebnis zusammen auf 176 Sitze im Parlament. Auf das konservative Bündnis des bisherigen Ministerpräsidenten Ulf Kristersson entfallen 173 Sitze. Die rechtspopulistischen Schwedendemokraten mussten erhebliche Einbußen hinnehmen.
Kristersson führte bisher eine Minderheitsregierung aus seinen Moderaten, den Christdemokraten und den Liberalen an, die im Parlament auf die Stimmen der Schwedendemokraten angewiesen war.
J.Fankhauser--BTB