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Erdogan: Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer sind "inakzeptabel"
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vor der UNO Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer scharf verurteilt. "Die jüngsten Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer sind inakzeptabel, unabhängig davon, wer dafür verantwortlich ist", sagte Erdogan am Dienstag vor der Vollversammlung in New York. Seit Beginn des Ukraine-Krieges wurden im Schwarzen Meer Ankara zufolge 226 zivile und kommerzielle Schiffe angegriffen, wobei mehr als 70 Prozent der Angriffe in diesem Jahr erfolgten.
Ankara stehe mit allen relevanten Parteien in Kontakt, "um die Freiheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer wiederherzustellen, die Ernährungssicherheit zu gewährleisten und zu verhindern, dass sich der Krieg auf eine größere Region ausweitet", sagte Erdogan weiter.
Seit Anfang Juni sind laut der türkischen Handelskammer mindestens 27 türkische Schiffe, die meisten davon unter ausländischer Flagge, Ziele von Angriffen geworden. Dabei wurden vier türkische Staatsbürger getötet. Mehrere Drohnenangriffe wurden der Ukraine zugeschrieben, die dadurch den Transport von Getreide und Kohlenwasserstoffen zugunsten Russlands behindern will.
In der vergangenen Woche hatte die türkische Regierung der Ukraine und Russland eine Absichtserklärung vorgelegt, um den Angriffen ein Ende zu setzen. Der türkische Außenminister Hakan Fidan erklärte am Wochenende jedoch, beide Seiten seien mit "Forderungen und Positionen zurückgekommen, die schwer miteinander vereinbar sind".
N.Fournier--BTB