-
Klingbeil nennt Angriffe auf Bas "unanständig" und rechnet mit AfD ab
-
Wirtschaftsnobelpreis geht an US-Ökonomen Michael Woodford und Robert Hall
-
Vergewaltigungsprozess gegen Komiker Russell Brand beginnt mit Geschworenenauswahl
-
Justizministerin Hubig will extremistische Schöffen verhindern
-
Hurrikan "Simon" ändert Kurs und dürfte Mexiko verschonen
-
Mehr als 30 Jahre nach Raubmord in Supermarkt in Tönisvorst: Verdächtiger gefasst
-
SPD-Parteitag soll gesamte Parteiführung neu bestimmen
-
US-Bundesrichterin stoppt vorerst steuerfinanzierte Trump-Wahlspots vor Kongresswahl
-
Macron stellt deutsch-französischen Auto-Kompromiss in Aussicht
-
"Schattenkrieg": Dobrindt drängt auf Stärkung der Befugnisse der Nachrichtendienste
-
Saudi-Arabien: Ein Toter und elf Verletzte bei neuem Angriff auf Flughafen von Riad
-
Nur noch 350.000 im Jahr: EU halbiert Hybridauto-Importe aus China
-
AfD-Politikerin Huy scheitert mit Klage gegen Ausschluss aus Abgeordnetenvereinigung
-
"Zählen ihre Spiele noch?": Rufe nach City-Urteil werden laut
-
Britischer Premier Burnham bestätigt russische Einflussnahme auf Brexit-Votum 2016
-
Missbrauch in katholischer Kirche: Erzdiözese München zahlt Schmerzensgeld an Betroffenen
-
Rhein-Neckar Löwen trennen sich von Machulla - Abt übernimmt
-
Herbstferien in elf Bundesländern: ADAC erwartet staureiches Wochenende
-
Eberl: "Es gibt keine Zweifel an Manu"
-
EU begrenzt chinesische Hybridauto-Importe auf 350.000 pro Jahr
-
"Matchball Kimi": Pressestimmen zum Großen Preis von Singapur
-
Tödliches Unglück in Steinbruch: 21-Jährige in Warstein stirbt bei Bungeesprung
-
EU-Klimadienst Copernicus: Neuer Temperaturrekord im Pazifik durch El Niño
-
Bergsteiger Reinhold Messner will sich in absehbarer Zeit aus Öffentlichkeit zurückziehen
-
CSU-Chef Söder warnt vor Scheitern der Koalition und "extremer AfD-Dominanz"
-
Alexander Schweitzer soll neuer Arbeitsminister werden
-
14-Jähriger in Köln nach Stromschlag auf Zug lebensgefährlich verletzt
-
Bärbel Bas tritt als SPD-Chefin und Arbeitsministerin zurück
-
Wetterberichte: Hurrikan "Simon" trifft doch nicht in Westmexiko auf Land
-
Trotz Trumps verkündeter Energie-Waffenruhe: Selenskyj spricht von neuen russischen Angriffen auf Energieanlagen
-
NFL: St. Brown holt mit Lions deutlichen Sieg
-
"Hat er bisher ein Spiel dominiert?": Carragher-Kritik an Wirtz
-
Das Formel-1-Reife(n)zeugnis: Singapur
-
"Unglaublicher Charakter": Haaland stolz auf City-Reaktion
-
Freiburg bleibt locker: "Am Ende stehen die Bayern oben"
-
Kunstrasen-Problem? Für die Bayern "alles egal"
-
Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wird verkündet
-
EU-Außenminister beraten über Reaktion auf hybride Angriffe Russlands
-
Koalitionsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern beginnen
-
Betriebsvermögen und Freibeträge: Bundesverfassungsgericht prüft Erbschaftsteuer
-
Saudi-Arabien: Ein Mensch bei Angriff auf Flughafen von Riad getötet
-
Bill Gates warnt vor Zunahme von KI-gestützten Cyberangriffen
-
Selenskyjs: Russland greift nach Trumps Ankündigung zu Energie-Waffenruhe Energieanlagen an
-
Angriffe auf Flughafen: Reiche muss Rückflug von Konferenz in Riad umplanen
-
Frankreich: EU-Abgeordneter Glucksmann Präsidentschaftskandidat des sozialdemokratischen Lagers
-
Sieg in Liverpool: City trotzt Anfeindungen
-
In Unterzahl: Freiburg springt an die Tabellenspitze
-
Saudi-Arabien: Mehrere Verletzte bei neuem Angriff auf Flughafen von Riad
-
Trump verkündet "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau - Selenskyj überrascht
-
Zehntausende Menschen nehmen an Klimamarsch in Brüssel teil
In kommendem Jahr fehlen laut Berechnung bis zu 383.600 Kitaplätze
Im kommenden Jahr werden Berechnungen zufolge deutschlandweit bis zu 383.600 Kitaplätze fehlen. Vor allem westdeutsche Länder könnten den Betreuungsbedarf noch nicht decken, teilte die Bertelsmann-Stiftung in einer am Donnerstag veröffentlichten Berechnung für das sogenannte Ländermonitoring frühkindliche Bildungssysteme mit. Demnach fehlen im Westen 362.400 Plätze, im Osten 21.200. Um den Betreuungsbedarf zu decken, müssten im Westen zusätzliche 93.700 Fachkräfte eingestellt werden, im Osten 4900.
Dadurch würden zusätzliche Kosten in Höhe von 4,3 Milliarden Euro entstehen. Hinzu kämen Betriebs- und mögliche Baukosten für die Kitas. Laut Bertelsmann-Stiftung zeigen die Berechnungen, dass vor allem im Westen die Nachfrage nach Kitaplätzen höher ist als der Anteil an Kindern, die 2021 betreut wurden.
Am größten ist der Mangel mit 101.600 fehlenden Plätzen in Nordrhein-Westfalen. In Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen hingegen ist kein Platzausbau nötig. In den Stadtstaaten ist die Situation sehr unterschiedlich. Während die Unterversorgung in Berlin sieben Prozent beträgt, liegt sie in Bremen bei 13 Prozent und in Hamburg bei drei Prozent.
Der Ausbaubedarf unterscheidet sich auch nach Alter. Für unter Dreijährige fehlen im Westen 250.300 Plätze, bei Kindern ab drei Jahren 112.100 Plätze. In Ostdeutschland inklusive Berlin liegen die Zahlen bei 20.700 beziehungsweise 500. Für die Berechnung wurden Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik und weiteren amtlichen Statistiken ausgewertet.
"Trotz des massiven Kitaausbaus in den vergangenen Jahren finden noch immer zu viele Eltern keinen Platz für ihre Kinder", erklärte Anette Stein von der Bertelsmann-Stiftung. "Schon jetzt ist abzusehen, dass sich der gesetzlich verankerte Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kindertagesbetreuung auch 2023 vielerorts nicht einlösen lässt", erklärte Stein.
68 Prozent aller Kitakinder werden laut der Berechnung aktuell in zu großen Gruppen betreut. Damit nicht nur alle Kinder 2023 einen Platz haben, sondern auch die Personalausstattung den wissenschaftlichen Empfehlungen entspricht, müssten 308.800 Erzieher zusätzlich beschäftigt werden. Das entspräche Mehrkosten für Personal von 13,8 Milliarden Euro im Jahr.
Die Bertelsmann-Stiftung forderte Länder und Kommunen dazu auf, den Kitaplatzausbau voranzutreiben. Die zusätzlichen Mittel aus dem Kitaqualitätsgesetz reichten nicht aus. Der Bund müsse in größerem Umfang in die dauerhafte Finanzierung des Kitasystems einsteigen. Zudem müssten schnell mehr Fachkräfte gewonnen werden. "Mit mehr Personal verbessern sich die Arbeitsbedingungen für alle", erklärte Stein.
Damit mittelfristig eine bessere Personalausstattung möglich sei, brauche es eine verbindliche Strategie, wie zukünftig mehr und qualifiziertes Personal hinzukommen werde. Hilfreich dafür könnten nach Ansicht der Stiftung verankerte Stufenpläne sein. Sie schlug zudem die zusätzliche Beschäftigung von Hauswirtschaftskräften vor, um das Personal in Kitas zu entlasten. Die Anforderungen an das Personal ließen sich nicht mit der aktuellen Personalbemessung umsetzen.
Das Kita-System stehe vor einem Kollaps, teilte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mit. Sie sehe ihre Befürchtungen durch die Studie bestätigt. "Den entsprechenden Ausbau des sozialpädagogischen Ausbildungssystems mit entsprechendem Fachpersonal haben die Länder und der Bund jedoch versäumt", kritisierte Verdi-Vizevorsitzende Christine Behle. Vor allem Kinder spürten die Folgen.
Der Deutsche Städtetag forderte eine Fachkräfteinitiative von Bund und Ländern. "Es ist höchste Zeit, dass hier endlich mehr passiert", erklärte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy. Nur mit mehr Personal würden die Arbeitsbedingungen für Erzieher attraktiver.
Auch das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) forderte mehr Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen. "Deutschland steuert damit sehenden Auges auf eine bildungspolitische Katastrophe zu", erklärte DKHW-Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann.
Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) warf der Politik vor, versagt zu haben. Die bisherigen Maßnahmen seien völlig unzureichend, erklärte VBE-Bundesvorsitzender Udo Beckmann.
O.Bulka--BTB