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Floridas Gouverneur Ron DeSantis wiedergewählt
Der als möglicher künftiger Präsidentschaftskandidat gehandelte Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, ist für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Der 44-jährige Republikaner setzte sich am Dienstag bei den Kongress- und Gouverneurswahlen in den USA klar gegen seinen Herausforderer Charlie Crist von der Demokratischen Partei durch. US-Sender sahen ihn nach Auszählung von mehr als 90 Prozent der Stimmen bei rund 59 Prozent.
DeSantis steht seit 2019 an der Spitze des Bundesstaates im Südosten der USA. Der rechte Hardliner gilt als aufstrebender Star der Republikaner - und vor den Präsidentschaftswahlen 2024 als potenzieller innerparteilicher Konkurrent von Ex-Präsident Donald Trump.
Der Gouverneur wurde unter anderem während der Corona-Pandemie für seine Ablehnung strikter Schutzmaßnahmen bekannt und damit für viele Republikaner zum Idol. Er ist auch ein entschiedener Verfechter der Kulturkämpfe des konservativen Lagers gegen linksliberale Politik, unter anderem im Umgang mit der LGBTQ-Gemeinschaft und beim Abtreibungsrecht.
Für Schlagzeilen sorgte DeSantis zuletzt, als er dutzende Migranten auf die schicke Urlaubsinsel Martha's Vineyard vor der Küste des Bundesstaates Massachusetts fliegen ließ. Der Umgang mit Migranten und Flüchtlingen aus Süd- und Mittelamerika ist ein zentrales Streitthema zwischen Republikanern und Demokraten.
Nach seiner Wiederwahl sprach DeSantis am Dienstagabend (Ortszeit) von einem "Erdrutschsieg" und nutzte seine Siegesrede für eine Attacke gegen die "Woke-Agenda" liberaler Politiker. "Florida ist, wo woke sterben wird." Der Begriff "woke" beschreibt das "wach sein" gegenüber rassistischen und diskriminierenden Tendenzen in einer Gesellschaft.
Der deutliche Wahlsieg stärkt DeSantis' Position bei den Republikanern. Viele Konservative wünschen sich den 44-Jährigen als Kandidaten bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024. DeSantis selbst hat noch nicht erklärt, ob er die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner anstrebt. Er gilt als einer der wenigen Republikaner, die es bei den Vorwahlen mit Trump aufnehmen könnten, was zu einer Rivalität der beiden Politiker geführt hat.
Trump hat zuletzt immer deutlicher gemacht, dass er in zwei Jahren erneut antreten will. Zuletzt sagte er am Montagabend, er werde am Dienstag kommender Woche eine "sehr große Ankündigung" machen. Das nährt Spekulationen, der 76-Jährige könnte an diesem Tag seine Präsidentschaftskandidatur bekanntgeben.
Im Sender Fox News warnte Trump DeSantis ebenfalls am Montag vor einer Präsidentschaftskandidatur. Der Gouverneur würde sich damit selbst "sehr schaden". "Ich denke, er würde einen Fehler machen, ich denke, die Basis würde es nicht mögen."
Trump warnte gar, er könne Dinge über DeSantis sagen, die "nicht sehr schmeichelhaft" wären. "Ich weiß mehr über ihn als jeder andere - mit Ausnahme vielleicht von seiner Frau."
J.Horn--BTB