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Süle findet Diskussionen während der WM "ungerecht"
Nationalspieler Niklas Süle vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hat den Umgang mit der Nationalmannschaft während der WM in Katar kritisiert. "Ich fand es ungerecht, dass diese Erwartungshaltungen auch noch während der WM an uns herangetragen worden sind", sagte Süle der Welt am Sonntag und bezog sich damit beispielsweise auf die Diskussionen um das Thema Menschenrechte, das während der WM im Fokus stand.
Dass wenig über Fußball gesprochen wurde, hat Süle gestört. Fußballprofis seien mit ihrem Beruf "gesegnet. Da kann man auch mal ein Zeichen setzen - vor einem Turnier. Aber während einer WM gibt es auch eine Erwartungshaltung an uns Spieler." Um diese Erwartungshaltung zu erfüllen, "wäre es notwendig gewesen, sich auch intensiv mit Fußball auseinanderzusetzen", so der 27-Jährige.
Generell sieht der ehemalige Bayern-Profi ein Engagement von Spielern für Themen wie Menschenrechte positiv: "Ich bin der Meinung, dass ein Fußballer seine Bekanntheit und Reichweite nutzen sollte, um auf Missstände aufmerksam zu machen", sagte er. Das sei "richtig und wichtig", wenn es aber "um ein Fußballturnier geht, dann sollte es - irgendwann - auch mal um Fußball gehen".
G.Schulte--BTB