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Drees stuft Korrektur bei Hummels-Rot als korrekt ein
Videobeweis-Chef Jochen Drees stuft die von einigen Seiten kritisierte Korrektur beim Platzverweis für den Dortmunder Mats Hummels als korrekt ein. "Regeltechnisch ist bei einem Fußangriff bzw. Foulspiel entscheidend, an welcher Stelle der erste, initiale Kontakt erfolgt, durch den der Angreifer schließlich zu Fall kommt", so der 53-Jährige im kicker: "Das war beim vorliegenden Zweikampf zwischen Hummels und Openda bildlich belegbar kurz vor dem Strafraum der Fall."
Deshalb sei "die korrekte Entscheidung direkter Freistoß und Rote Karte wegen der Vereitelung einer offensichtlichen Torchance", so Drees. Schiedsrichter Sven Jablonski hatte das Vergehen von Hummels im Spiel gegen RB Leipzig (2:3) zunächst mit einer Gelben Karte und Strafstoß geahndet, war dann vom VAR bezüglich des Orts des Vergehens korrigiert worden und stellte den Dortmunder nach 15 Minuten vom Platz. Dies sei eine "sogenannte Schwarz-Weiß-Entscheidung", betonte der Videobeweis-Chef.
Seine Argumentation konnten allerdings einige Experten nicht nachvollziehen. "Nicht nur extern auch intern wird der Eingriff kritisiert", schrieb der ehemalige Top-Referee Manuel Gräfe bei X: "Nicht von Drees, aber vielen anderen. Im TV wurde oft zu früh angehalten, von hinten der Kontaktzeitpunkt falsch gewählt, Foul eher auf der Linie." Bei vergleichbaren Situationen sei auch schon anders argumentiert worden: "Die Linie beim VAR fehlt weiter."
Bernd Heynemann hielt die erste Entscheidung mit Strafstoß und Gelb für "nachvollziehbar. Dann aber wird die Szene im Kölner Keller millimeterweise seziert und das Foul aus dem Strafraum verlagert, obwohl selbst die Zeitlupen nicht eindeutig sind", schrieb der WM-Schiedsrichter von 1998 in seiner kicker-Kolumne: "Solche Erbsenzählerei mit der Lupe schadet dem Fußball."
Y.Bouchard--BTB