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Milliardär Ratcliffe steigt bei Manchester United ein
Der englische Milliardär Jim Ratcliffe ist nach langem Hin und Her bei Manchester United als Investor eingestiegen. Das verkündete Englands angeschlagener Fußball-Rekordmeister an Heiligabend. Demnach übernimmt der 71-Jährige bis zu 25 Prozent der Anteile und damit auch die Verantwortung für den sportlichen Bereich. Laut der BBC soll Ratcliffe etwas mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar (rund 1,18 Milliarden Euro) zahlen.
Dazu investiert Ratcliffe, Chef des Chemieunternehmens Ineos, weitere 300 Millionen US-Dollar in das Stadion Old Trafford. Mehrheitsanteilseigner bleibt jedoch weiter die Familie Glazer aus den USA, die bei den Fans der Red Devils höchst umstritten ist.
Mitte Oktober hatte ein Konsortium aus Katar um Scheich Jassim Bin Hamad Al Thani sein milliardenschweres Kaufangebot für die gesamte Übernahme der Anteile zurückgezogen. Über ein Jahr nach der offiziellen Verlautbarung der Glazers, den Klub verkaufen zu wollen, blieb somit nur noch Ratcliffe mit Ineos als Investor übrig.
"Als Junge aus der Region und lebenslanger Anhänger des Klubs bin ich sehr glücklich über die Einigung", sagte Ratcliffe, der aus Failsworth im Raum Manchester stammt: "Vor uns liegen viele Herausforderungen und harte Arbeit."
Ineos ist Sportfans bereits seit längerem ein Begriff. Im Radsport ist der Chemiekonzern Haupteigner des Rennstalls Ineos Grenadiers. Auch im Segeln ist Ratcliffe mit seinem Unternehmen aktiv. Im Fußball investierte Ineos beim FC Lausanne-Sport (Schweiz) sowie dem OGZ Nizza, bei den Franzosen gehören Ratcliffe sogar 100 Prozent der Anteile.
Dass Ratcliffe weitere Anteile an ManUnited erwirbt, gilt als nicht ausgeschlossen. Für diesen Fall steht ein möglicher Komplettverkauf von Nizza im Raum, für den Rafcliffe offenbar 90 Millionen Euro verlangen soll.
Manchester United droht in der laufenden Saison die Champions League zu verpassen. Mit 28 Punkten liegen die Red Devils nur auf Rang acht der Premier League, der Rückstand beträgt bereits acht Punkte. In der Königsklasse war das Team von Trainer Erik ten Hag bereits nach der Gruppenphase als Letzter ausgeschieden.
T.Bondarenko--BTB